Eigenes Team bastelt Trophäe für Dennis:
Teamchef erhält Pokal für Konstrukteurs-WM
- Dennis will nach Finale Gespräche mit Alonso führen
- Hat ein "extrem unterkühltes Verhältnis" zu Alonso
McLaren-Teamchef Ron Dennis hat von seinen Mechanikern eine selbst angefertigte Trophäe für den Titel der Konstrukteurs-WM geschenkt bekommen. Dem englischen Formel-1-Rennstall, der die Saison durch seine Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso dominiert hatte, war nach der Spionage-Affäre aus der Konstrukteurswertung ausgeschlossen worden.
"Ich bin glücklich, dass ich gestern die Trophäe von meinen Mechanikern erhalten habe. Das war ein netter Zug", meinte Dennis am Rande des Grand Prix in Sao Paulo. "Ich werde sie passend aufstellen, vielleicht in meinem Büro zu Hause." Ohne die Aberkennung der Punkte, die einher mit einer Strafzahlung über 100 Millionen Dollar (70,0 Mio. Euro) ging, hätte McLaren den Titel erstmals seit 1998 geholt.
Gleichzeitig bestätigte Dennis, dass nach dem WM-Finale in Brasilien Gespräche mit Fernando Alonso über dessen Zukunft bei McLaren-Mercedes geführt werden. "Wir haben vergangene Woche, vor zwei Wochen und vor vier Wochen gesagt, dass wir keinerlei Gespräche mit irgendeinem unserer Fahrer führen werden, ob er in unserem Team bleiben will, bis nach diesem Grand Prix", erklärte der 60-jährige Brite.
Alonsos Vertrag bei McLaren-Mercedes läuft noch zwei weitere Jahre. Nach eigener Aussage vor einigen Wochen hat Dennis jedoch ein "extrem unterkühltes" Verhältnis zum Spanier. Am wahrscheinlichsten dürfte im Falle eines Wechsels die Rückkehr des zweifachen Weltmeisters zu Renault sein. Das entsprechende Interesse im Falle einer Freigabe bekräftigte Renault-Teamchef Flavio Briatore bereits mehrmals.
(apa/red)

