Samstag, 20. Oktober 2007

Südafrika zum 2. Mal Rugby-Weltmeister: 15:6-Erfolg über Titelverteidiger England

  • Bronze sicherte sich Argentinien mit 34:10-Sieg
  • Große politische Prominenz im ausverkauften Stadion

Südafrika ist zum zweiten Mal nach 1995 Rugby-Weltmeister. Die "Springboks" feierten im ausverkauften Stade de France in St. Denis/Paris einen verdienten 15:6-(9:3)-Finalerfolg über Titelverteidiger England. Die Südafrikaner taten sich damit im Endspiel der 6. WM viel schwerer als in der Vorrunde, in der sie die Engländer noch 36:0 vom Feld gefegt hatten.

Unter den 80.000 Zuschauern befanden sich Südafrikas Präsident Thabo Mbeki, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der französische Premierminister Francois Fillon sowie Großbritanniens Premierminister Gordon Brown. Auch die britischen Prinzen Harry und William verfolgten die Partie im Stadion. Kurz nach der Pause hatte der bekannte Flitzer "Jimmy Jump" einen Kurzauftritt. Der Spanier wurde aber von Sicherheitskräften auf schnellstem Wege vom Feld entfernt.

Die vor allem in der Defensive extrem stark spielenden Südafrikaner lagen von Beginn weg in Front und wurden am Ende ungeschlagen sowie hochverdient Weltmeister. Zweimal WM-Gold hatten bisher nur die Australier (1991, 1999) erobert. Durch die Final- Niederlage Englands fand der Titelverteidiger-Fluch seine Fortsetzung, denn noch nie ist es bisher einem Team gelungen, zwei Titel in Serie zu holen.

Bronze sicherte sich Argentinien mit einem 34:10-(17:3)-Erfolg über Gastgeber Frankreich. Mehr als 2,25 Millionen Zuschauer verfolgten die insgesamt 48 Turnierspiele der 6. Rugby-WM in den Stadien, wie die Veranstalter am Samstagabend stolz vermeldeten. "Das ist die WM der Rekorde", lautete der erfreute Kommentar von Turnierdirektor Claude Atcher, der auch die weltweite mediale Präsenz der WM und die rund 400.000 aus der ganzen Welt nach Frankreich und Großbritannien angereisten Rugby-Fans hervorhob.

(apa/red)

20.10.2007 22:55