Sieg und Niederlage in Madrid: Koubek siegt gegen Nieminen, Melzer verliert knapp
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Sieg und Niederlage hat es für Österreichs Davis-Cup-Spieler beim ATP-Masters-Series-Turnier in Madrid gegeben. Stefan Koubek rang nach 98 Minuten und erst mit dem vierten Matchball den Finnen Jarkko Nieminen mit 6:3,3:6,6:4 nieder. Damit steht der 30-jährige Kärntner erstmals seit Madrid 2004 wieder in der zweiten Runde eines Turniers dieser (zweithöchsten) Kategorie. In dieser trifft Koubek nun auf den als Nummer zwölf gesetzten Kroaten Ivan Ljubicic.
Für Jürgen Melzer kam hingegen trotz einer 6:2,4:3-Führung mit einem Break gegen den US-Qualifikanten Robby Ginepri das Aus. Der 26-jährige Niederösterreicher unterlag nach 1:59 Stunden noch mit 6:2,6:7(2),4:6 und kann sich damit nicht mit dem Weltbesten messen. Nun ist es Ginepri, der in der zweiten Runde auf den Weltranglisten-Ersten Roger Federer trifft.
Koubek war heilfroh, endlich wieder einmal ein Match bei einem Masters-Series-Turnier gewonnen zu haben. Kurioserweise war es ebenfalls Madrid, als er mit Siegen über Sjeng Schalken und Fernando Gonzalez die dritte Runde erreicht hatte. Nun hätte er den sicher scheinenden Sieg aber beinahe noch aus der Hand gegeben. Immerhin führte der Wahl-Wiener im dritten Durchgang bereits mit 5:0. Doch Nieminen bäumte sich auf, und schaffte zwei Rebreaks zum 4:5. Den Ball zum 5:5 konnte Koubek abwehren, er selbst brauchte allerdings vier Matchbälle, um endlich den Sieg zu fixieren.
Melzer hab sicheren Sieg noch aus der Hand
Auch für Melzer wäre freilich einiges mehr möglich gewesen. "Ich war 6:2,4:3 mit Break vorne, habe 30:0 geführt. Diese Niederlage tut mir weh", gestand der Niederösterreicher. Doch das mögliche Aufeinandertreffen mit Roger Federer und auch einige strittige Entscheidungen brachten die Wende. "Ich bin in dieser Phase ein bisserl nervös geworden", gestand Melzer, der unbedingt das Match gegen Federer erreichen wollte.
Dann wurde einige Male gegen Melzer entschieden, der glaubt, dass sein erster Aufschlag, der das 40:0 bei 4:3 im zweiten Satz bedeutet hätte, gut war. "Auch dann hatte ich bei 4:4 einen Breakball, der Ball war auf der Linie und ich wurde wieder overruled", ärgerte sich Österreichs Nummer 1, der im Ranking auf Platz 56 zurückgefallen ist. Auch im Tie-Break gab es zwei Referee-Entscheidungen gegen ihn, die Melzer nicht gefallen haben. "Ginepri hat nur noch gelacht", erzählte Melzer.
Im dritten Satz gelang dem US-Qualifikanten ein frühes Break zum 2:1, dem der ÖTV-Spieler dann erfolglos hinterherlief. "Es ist sehr schade, weil eigentlich war ich zwei Sätze lang der bessere Spieler", ärgerte sich Melzer. Statt der interessanten Partie gegen Federer ging es heimwärts, im Doppel hatte Melzer nicht genannt. Sein nächster Einsatz ist beim mit einer Million Dollar dotierten ATP-Event in St. Petersburg.
(apa/red)
