Sonntag, 21. Oktober 2007

Zusammenstoß verfeindeter Palästinenser- gruppen: 3 Menschen im Gaza-Streifen tot

  • Unter den Opfern: 13-jähriger Junge gestorben
  • Hamas gegen Jihad: 45 weitere Menschen verletzt

Bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Palästinensergruppen im Gazastreifen sind drei Menschen getötet worden. Unter den Opfern war nach Angaben aus Krankenhauskreisen auch ein 13-jähriger Bub. 45 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Die israelische Armee erschoss unterdessen zwei Palästinenser vor der Küste des Gazastreifens. Wie aus palästinensischen Krankenhauskreisen verlautete, wurden die beiden Männer, die unweit von Rafah mit einem Boot zum Fischen unterwegs waren, von Schüssen eines Kriegsschiffes getroffen.

Im Süden des Gazastreifen bei Rafah kam es nach Angaben von Ärzten zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern des Islamischen Jihad und der ebenfalls radikalislamischen Hamas. Dabei wurde demnach eine 51-jährige Frau getötet. Die Unbeteiligte starb durch einen Querschläger, mindestens fünfzehn weitere wurden verletzt. Der Islamische Jihad hatte zuvor den Tod eines seiner Mitglieder bekanntgegeben. Nach Angaben der Ärzte wurde der Extremist schwer verletzt.

13-jähriger Bub
Kurz zuvor waren zwei Palästinenser, darunter ein 13-jähriger Bub, bei einer mehrstündigen Schießerei zwischen Anhängern der von der Hamas kontrollierten Polizei und der rivalisierenden Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getötet worden, mindestens 30 weitere wurden verletzt. Der Gazastreifen wird seit Mitte Juni von der ebenfalls radikalislamischen Hamas kontrolliert.

Noch mehr Opfer
Unterdessen bestätigte die israelische Armee den Tod von zwei Palästinensern vor der Küste des Gazastreifen, teilte jedoch mit, die Schüsse seien von der Luftwaffe abgefeuert worden. Die israelische Marine kontrolliert den Schiffsverkehr vor der Küste des Gazastreifens streng und lässt ab einem bestimmten Abstand vom Land keine Boote passieren. Fischen ist aber in einem Abstand von elf Kilometern der Küste des Gazastreifens erlaubt. Die Armee macht geltend, die Verbote seien notwendig, um Waffenschmuggel in den Gazastreifen zu verhindern.

21.10.2007 09:11