Präsident Fischer in Ägypten eingetroffen: Kulturprogramm und Wirtschaftsgespräche
- Besichtigte zu Beginn die Bibliotheca Alexandrina
- Treffen mit Wirtschaftsvertretern aus beiden Ländern

Bundespräsident Heinz Fischer ist in Alexandria zu einem dreitägigen Arbeitsbesuch in Ägypten eingetroffen. Den Auftakt der Visite, in deren Verlauf Fischer am Montag mit Staatspräsident Hosni Mubarak und Ministerpräsident Ahmed Nazif zusammentrifft, bildete ein Kulturprogramm in der ägyptischen Küstenmetropole.
Fischer besichtigte zu Beginn die Bibliotheca Alexandrina. Das architektonische Monumentalbauwerk, das im Oktober 2002 eröffnet wurde, soll an die große antike Bibliothek anknüpfen, die einem Brand zum Opfer fiel. Es beherbergt die größte Bibliothek des Nahen Ostens.
Danach besichtigten Fischer und seine Delegation das Nationalmuseum der von Alexander dem Großen gegründeten Stadt. Eines der Highlights des 2003 eröffneten Museums sind die Unterwasserausgrabungen von Abu Qir. Letzter Programmpunkt bildete der Besuch im römischen Amphitheater aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus, das 1965 bei Bauvorhaben entdeckt worden war.
Treffen mit Wirtschaftsvertretern
Weitersd wird der Bundespräsident an einem Treffen mit österreichischen und ägyptischen Wirtschaftsvertretern in Kairo teilnehmen. Ägypten gehört zu den bedeutendsten Handelspartnern Österreichs in Afrika und im Nahen Osten.
Seit 2004 profitiert der bilaterale Handel von der belebten Dynamik der ägyptischen Wirtschaft aufgrund der von der Regierung in Kairo beschlossenen Reformen, die auf Privatisierungen und Dezentralisierung abzielen.
Die österreichischen Ausfuhren nach Ägypten betrugen 2006 156,5 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 22 Prozent bedeutet. Die Einfuhren betrugen 25,2 Millionen Euro. Vor allem Maschinen und Industrieausrüstung sind in Ägypten stark gefragt, 150.000 österreichische Touristen besuchen jährlich das Land am Nil.
Ägypten gilt wegen seiner geostrategischen Position, seiner stabilisierenden Rolle in der Region, seiner großen Bevölkerung (rund 80 Millionen) als wichtiger Partner der EU im Nahen Osten.
(apa/red)
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