Türkei & Irak planen gemeinsamen Einsatz:
Wollen gegen Kurden- Stellungen vorgehen
- Ban besorgt über möglichen Kampf Ankaras im Irak
- UN-Generalsekretär fordert zur "Zurückhaltung" auf
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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat der Regierung in Bagdad einen gemeinsamen Militäreinsatz gegen die kurdischen Stellungen im Nordirak vorgeschlagen. Sein irakischer Kollege Nuri al-Maliki habe ihm in einem Telefonat gesagt, wenn Verhandlungen nichts brächten, könnten "gemeinsame Operationen" die Lösung sein, sagte Erdogan dem TV-Sender Kanal 24. Wenn dies "kein Scherz" gewesen sei und die Iraker anderswo keine Unterstützung fänden, "dann werden wir die erforderliche Unterstützung geben", fügte Erdogan hinzu.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über einen möglichen Militäreinsatz der Türkei gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak. "Der Generalsekretär ist besorgt über die Entscheidung des türkischen Parlaments, dem Militär einen Einsatz gegen die PKK im Irak zu ermöglichen", erklärte Bans Sprecherin Michèle Montas in New York. Ban fordere alle Beteiligten dazu auf, "Zurückhaltung zu üben". Auch begrüße er die Versicherung des türkischen Außenministers Ali Babacan, dass Ankara weiterhin bereit sei, das Problem mit dem Irak offen zu besprechen, sagte Montas weiter.
Das türkische Parlament hatte zuvor grünes Licht für Militäreinsätze gegen die PKK im Irak gegeben. Ankara vermutet, dass die PKK vom Nordirak aus Angriffe in der Türkei startet und sich dann wieder in die hauptsächlich von Kurden bewohnte Region zurückzieht. Die Lager müssten "ein- für allemal" geschlossen werden, sagte Erdogan am Freitag vor Journalisten in Istanbul. Laut der Regierung in Ankara halten sich 3500 PKK-Kämpfer mit Unterstützung der irakischen Kurden im Nordirak auf. Im bewaffneten Kampf der PKK gegen die türkischen Sicherheitskräfte wurden seit 1984 mehr als 37.000 Menschen getötet.
(apa/red)
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