Immer noch 500 Demonstranten in Haft: Burmas Junta räumt mehr Festnahmen ein
- 3.000 Regimegegner während Protestwelle verhaftet
- Rotes Kreuz über Schicksal der Verhafteten besorgt

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Der Namensdiktatunfug der burmesischen Junta
Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung sind in Burma mehr Menschen festgenommen worden als bisher bekannt: Wie die Militärjunta einräumte, wurden während der Proteste insgesamt 3.000 Menschen festgenommen, bisher war von 2.100 die Rede gewesen. Wie das Staatsfernsehen weiter berichtete, sind landesweit noch immer rund 500 Menschen in Haft.
Von den Sanktion der Europäischen Union und Japans zeigte sich die burmesische Militärführung unbeeindruckt. "Wir werden alle Hindernisse und Hürden beseitigen, die vor uns liegen", hieß es in der amtlichen Zeitung "New Light of Myanmar". "Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern."
Rotes Kreuz besorgt
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigte sich über das Schicksal vieler vermutlich Festgenommener besorgt. Wie Einsatzleiter Pierre Krähenbühl sagte, baten Dutzende besorgte Familien das Rote Kreuz, bei der Suche nach festgenommenen oder vermissten Verwandten zu helfen. Krähenbühl zufolge will die Junta ihr 2005 verhängtes Verbot gegen das IKRK, Gefängnisse zur Prüfung der Haftbedingungen zu besuchen, nicht aufheben.
Mindestens 13 Tote
Bei dem gewaltsamen Vorgehen gegen die von buddhistischen Mönchen angeführten Proteste waren im September in dem südostasiatischen Land mindestens 13 Menschen getötet worden. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich in der vergangen Woche nach langem Ringen nur auf eine abgeschwächte Erklärung geeinigt, in der die Niederschlagung der Proteste "entschieden bedauert", aber nicht verurteilt wird.
(apa/red)
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