Bewegung in Jerusalem-Frage: Olmert signalisiert jetzt Kompromissbereitschaft
- Premier rückt erstmals von seinem Anspruch ab
- Kontrolle über Ostteil der Stadt in Frage gestellt
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat erstmals offen die Bereitschaft Israels angedeutet, die Kontrolle über Jerusalem mit den Palästinensern zu teilen. In einer Rede stellte er die Frage, ob es für Israel notwendig sei, die arabischen Bezirke im Ostteil Jerusalems zu kontrollieren, in denen es keine jüdischen Siedlungsgebiete gebe.
Der Anspruch auf Jerusalem ist einer der Kernpunkte des israelisch-palästinensischen Konflikts. Israel beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, also auch den im Sechs-Tage-Krieg von 1967 besetzten arabischen Ostteil. Die Palästinenser hingegen wollen Ostjerusalem zur Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates machen.
(apa/red)
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