Montag, 15. Oktober 2007

Nach Überschwemmungen in Mittelamerika:
21 Tote und Tausende Menschen obdachlos

  • Häuser in Küstenregionen vom Wasser weggespült
  • Nationale Katastrophenbehörde mit Notunterkünften

Nach tagelangen Regenfällen sind in Mittelamerika mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen in Armensiedlungen wurden in den Fluten obdachlos. Von Guatemala bis Panama bemühten sich Rettungshelfer, auch den entlegendsten Ortschaften zu helfen.

In Costa Rica starben nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen, die meisten von ihnen bei einem Erdrutsch. Eine Schlammlawine hatte die Hütten armer Landarbeiter in der Ortschaft Atenas westlich der Hauptstadt San José unter sich begraben. Ein von Norden nach Süden führender Highway war blockiert und stellenweise unterspült, wie die nationale Notfallkommission mitteilte. In der Küstenregion bei Parrita mussten hunderte Menschen mit anschauen, wie ihre Häuser von den Wassermassen fortgerissen wurden, nachdem Flüsse über die Ufer getreten waren.

Im Nachbarland Nicaragua waren nach sechstägigem Regen mindestens viertausend Menschen obdachlos, wie die Behörden mitteilten. Weiter nördlich in Honduras starben nach Angaben von Rettungshelfern fünf Menschen, drei von ihnen Kinder, die die Fluten auf einem Floß überqueren wollten. Mehr als 15.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In Guatemala wurden mehr als 1400 Menschen in Notunterkünften in Sicherheit gebracht, wie die nationale Katastrophenbehörde mitteilte. (apa/red)

15.10.2007 09:02