Asylbehörden bekommen mehr Personal: Verfahrens-Rückstau wird damit abgearbeitet
- Platter muss Plan für die neuen Posten ausarbeiten
- Kritik von Glawischnig: Arigona ist kein Einzelfall
·Asylfälle in zweiter &
dritter Instanz steigen
Grund für zunehmende Länge der Verfahren
·Mieses Zeugnis bei Ausländer-Integration
Österreich hinkt im EU- Vergleich klar hinterher
·Kick-Off für neue Integrationsplattform
Platter verspricht ersten Bericht bis 22. Jänner '08
·Geheimgespräch von Platter und Arigona
Es komme "keinesfalls zu
unfreiwilliger Rückkehr"
·Berührendes Treffen zweier Asylsuchender
Arigona trifft Mutter nach
zwei Wochen im Versteck
·Keine Ermittlungen zu Arigonas Helfern?
Anzeige gegen Pfarrer Friedl "nicht vordringlich"
·"Habe die ganze Zeit große Angst gehabt!"
Arigona Zogaj erzählte über ihre wilde Flucht
·KLICKEN: Arigona auf der Pressekonferenz!
Will weiter hier leben und wieder zur Schule gehen
·UMFRAGE: Milde im Fall der Familie Zogaj?
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Die Asylbehörden bekommen mehr Personal. Diese Zusage kam von Finanzminister Molterer. Innenminister Platter muss nun ausarbeiten, wie viele zusätzliche Posten nötig sind, um den Rückstau der Verfahren wie geplant bis 2010 abbauen zu können. Bundeskanzler Gusenbauer hatte verlangt, das bestehende Personal um etwa 50 Prozent für eine gewisse Zeit auszuweiten.
Im Fall der Familie Zogaj bleibt Platter hart. Während die 15- jährige Arigona wieder die Schule besuchte, schloss der Innenminister eine Rückkehr der in den Kosovo abgeschobenen Familie von Arigona nach Österreich aus. Einen "Presse"-Bericht, wonach ein Baby abgeschoben werden soll, wies er zurück. "Niemals" werde ein Baby von seiner Mutter getrennt.
Arigona "kein Einzelfall"
Kritik dafür gab es von der stellvertretenden Grünen-Chefin, Eva Glawischnig, der der Abschiebebescheid für das Baby vorliegt. Der Fall Arigona sei eben kein Einzelfall, sondern "Abbild eines völlig kaputten Fremdenrechts", sagte Glawischnig. Im Plenum des Nationalrats am Mittwoch wollen die Grünen für eine Abänderung von Paragraf 115 Fremdenpolizeigesetz, "Beihilfe zu unbefugtem Aufenthalt", plädieren.
BZÖ-Chef Westenthaler hat unterdessen mit einer härteren Linie in der Abschiebedebatte gedroht. Er fürchtet, dass über eine Hintertür ein Bleiberecht zugelassen werden könnte. Die Orangen wollen nun verstärkt auf kriminell gewordene Asylwerber aufmerksam machen.
(apa/red)
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