Sonntag, 21. Oktober 2007

Grauenhafter Fund in Wien-Meidling: Totes Säugling in einem Müllcontainer entdeckt

  • Kindesmutter liegt derzeit in Wiener Krankenhaus
  • Polizei entdeckte Blut in Gemeindebau-Waschküche

Eine Babyleiche ist in eine Restmüllcontainer in Wien-Meidling von der Polizei gefunden worden. Die Mutter war mit dem Rettungsdienst ins Kaiser-Franz-Josef-Spital gebracht worden. Eine starke Blutung hatte auf eine vorangegangene Geburt hingedeutet. Die 27-Jährige war zunächst nicht ansprechbar, sagte Michael Braunsberger von der Kriminaldirektion 1.

Die Frau ist arbeitslos, hat bereits fünf Kinder und wohnt mit sechs Personen in einer Gemeindewohnung in der Arndtstraße, berichtete Braunsberger. Einer der Mitbewohner dürfte die Rettung verständigt haben. Nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus bestritt die Frau, ein weiteres Baby zur Welt gebracht zu haben.

Blut in der Waschküche
In einer Waschküche im Gemeindebau entdeckte die Polizei Blut. "Wir konnten rekonstruieren, dass die Frau in der Waschküche ein Kind zu Welt gebracht hat", sagte Braunsberger. Die 27-Jährige soll das Baby in zwei Nylonsäcke gewickelt und in den Container geworfen haben. Die Befragung der Nachbarn ergab, dass die Frau trotz erkennbarem Babybauch eine Schwangerschaft abgestritten hatte.

Der Gerichtsmediziner Christian Reiter begann noch am Tatort mit der Untersuchung der Leiche. Es musste noch geklärt werden, ob das Kind lebend oder tot zur Welt gekommen war.

Den Polizeieinsatz in der Arndtstraße verfolgten zahlreiche Schaulustige von den Fenstern aus und auf der Straße stehend. Die Kommentare der Anrainer waren nicht druckreif.

(apa/red)

21.10.2007 18:48