Häupl und Riess-Passer sponserten Polizei- Freunde-Klub: Spenderliste veröffentlicht
- "profil": Umstrittener Kassier zieht sich zurück
- Kassier war zuletzt Martin Schlaffs "Kammerdiener"

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Ausgabe 43/07 berichtet, sponserten unter anderem Wiens Bürgermeister Michael Häupl und die Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer den Verein der "Freunde der Wiener Polizei". Auf der Liste des Vereins finden sich darüber hinaus auch die Nationalbank-Granden Klaus Liebscher, Wolfgang Duchaczek und Peter Zöllner, die Banker Erich Hampel und Julius Meinl sowie mehrere Mitglieder aus dem ehemaligen Bawag-Vorstand, darunter auch Johann Zwettler oder Peter Nakowitz.
Ebenfalls auf der Vereinsliste stehen Wirtschaftsgrößen wie die Unternehmer Martin Schlaff und Herbert Cordt oder ORF-Führungskräfte wie Informationsdirektor Elmar Oberhauser und TV-Chefredakteur Karl Amon.
Kein Exklusivklub?
Der Präsident des Vereins der "Freunde der Wiener Polizei", Ex-Nationalbank-Chef Adolf Wala, legt indes Wert darauf, dass der Verein "kein Exklusivklub für privilegierten Zugang zu privilegierten Polizisten" sei. Wala räumt jedoch ein, dass sich in den 34 Jahren der Existenz des Vereins "die moralischen Maßstäbe" geändert hätten. Den "Geist der siebziger Jahre", als noch "andere Dinge möglich waren", hätten vielleicht "noch nicht alle abgelegt". Dass "irgendjemand irgendwann Anfragen" an ihn gerichtet habe, könne er zwar nicht ausschließen; ausschließen könne er aber, "dass für irgendjemanden interveniert wurde". Die Zukunft des Vereins will er nun mit Innenminister Günther Platter und Polizeipräsident Peter Stiedl besprechen.
Kassier
Der umstrittene Kassier des Vereins, Adi Krchov, will sich Angaben Walas zufolge nun aus dem Verein zurückziehen. Er gab gegenüber "profil" an, zuletzt "als eine Art Kammerdiener" für den Milliardär Martin Schlaff fungiert zu haben. Er bestreitet allerdings, je für irgendjemanden interveniert zu haben.
Lesen Sie die gesamte Story im "profil" 43/07!
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