WKÖ gegen "einseitige Rechtsauslegung":
VKI bemängelte Verstöße bei Pflegeheimen
- GÖD warnt vor einer "neuerlichen Skandalisierung"
- Bisheriger Mustervertrag kam vom Ministerium

·Heimverträge: Rund 13 Gesetzesverstöße
Buchinger: "Erschütternd, aber nicht bös' gemeint"
·Seniorenrat: Mehr Geld für Pflegeheime
Betreuung in Österreich von "sehr guter Qualität"
Der Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer (WKÖ) kritisiert die "sehr einseitige Rechtsauslegung" des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), nachdem dieser im Auftrag des Sozialministeriums zahlreiche Gesetzesverstöße bei Heimverträgen festgestellt hat.
Die Betriebe hätten sich an den bisher verfügbaren Mustervertrag des Sozialministeriums gehalten, so Fachverbandsobmann Julian Hadschieff in einer Aussendung, daher treffe die VKI-Kritik auch "großteils diesen Mustervertrag". Sinnvoller wäre es gewesen, gemeinsam Musterverträge zu erarbeiten, anstatt "wie jetzt auf ungerechtfertigte Weise die Betriebe zu kritisieren".
Vor einer "neuerliche Skandalisierung" der Pflege- und Altenheime warnte die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) in einer Presseaussendung. Der Bundesvertretungsvorsitzende für Gesundheits- und Sozialberufe, Johann Hable, forderte am Freitag Sozialminister Erwin Buchinger (S) dazu auf, das Heimvertragsgesetz zu novellieren, und nicht die Alten- und Pflegeheime "in Bausch und Bogen schlecht zu reden".
(APA/red)
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