Doch noch Lösung in Causa Ärzte-Streik? Ärztekammer sucht Gespräch mit Kdolsky
- Aber noch kein Termin mit Ministerin & Vizekanzler
·Landesrat appelliert an die Ärztekammer
"Nicht ersichtlich, warum gestreikt werden soll"
·Gewerkschaft über Ärzte-Streik verärgert
Kammer könne nicht
"stur sagen, wir streiken"
·Ärzte-Streik: Kdolsky
äußert Unverständnis
Will keine Verstaatlichung
des Gesundheitssystems
Die Ärztekammer beklagt eine mangelnde Gesprächsbereitschaft der Politik, um vor dem für 8. November angekündigten Ärztestreik vielleicht doch noch eine Lösung zu erzielen. Die Kammer sei um Gesprächstermine bei Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky und Finanzminister Wilhelm Molterer bemüht. "Präsident Walter Dorner steht Gewehr bei Fuß, das scheint aber auf wenig Gegenliebe zu stoßen", sagte der Sprecher der Ärztekammer, Martin Stickler, gegenüber der APA.
Mit dem Gesundheitsministerium gebe es zwar Gespräche, diese fänden aber nur auf Büro-Ebene statt. Ein Gespräch zwischen Dorner und Kdolsky sei seit dem Streikbeschluss im Vorstand der Ärztekammer bisher noch nicht zustande gekommen. Und von Vizekanzler Molterer habe man bisher noch keine Antwort auf die Bitte um einen Gesprächstermin bekommen, sagte der Ärztekammer-Sprecher.
Stickler bekräftigte, dass für die Ärzte ein Streik nur "das letzte Mittel" sei. Andererseits betonte er aber auch, dass man ein "akzeptables Ergebnis" brauche, um auf die angekündigten Ordinationsschließungen und die Betriebsversammlungen in den Spitälern verzichten zu können. Die Streikvorbereitungen würden jedenfalls bereits laufen, unterstrich der Ärztekammer-Sprecher.
(apa/red)
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