Kochen & Putzen als Gefahrenquelle Nr. 1:
57.100 verletzten sich 2006 im Haushalt
- Besonders Frauen und kleine kinder sind die Opfer
- Unfallursachen: Ablenkung, mangelnde Konzentration

·Die Gefahr in den eigenen vier Wänden
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Im Jahr 2006 haben sich rund 57.100 Menschen bei Haushaltsarbeiten so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). "Besonders betroffen sind Frauen; zwei Drittel (66 Prozent) der Unfälle entfielen auf diese Personengruppe", so Rupert Kisser, Bereichsleiter Heim, Freizeit & Sport im KfV, in einer Aussendung. Hauptgrund für die Verletzungen ist "der Alltagstrubel".
37 Prozent der Befragten haben Ablenkung und mangelnde Konzentration als Unfallursache angegeben, weitere 17 Prozent Stress und Eile. Mit insgesamt 67 Prozent sind Kochen und Putzen die Gefahrenfelder Nummer eins, heißt es in der Untersuchung. Insgesamt verbrühten oder verbrannten sich im vergangenen Jahr etwa 8.300 Menschen in den eigenen vier Wänden und mussten danach im Spital behandelt werden.
Kindlicher Entdeckungsdrang
Neben Frauen sind vor allem Kleinkinder gefährdet: 39 Prozent der Verbrennungs- und Verbrühungsopfer waren jünger als fünf Jahre - "dabei machen Kleinkinder nur fünf Prozent der Bevölkerung aus", so das KfV. 70 Prozent dieser Unfälle finden in der Küche statt. Die häufig verletzten Körperteile waren Hände und Arme (40 Prozent) sowie Füße und Beine (23 Prozent). Bereits der Inhalt einer Tasse reiche aus, um bei Kleinkindern 30 Prozent der gesamten Körperoberfläche zu verbrühen - schon ab 15 Prozent Hautverbrennung entstehe eine lebensgefährliche Situation, heißt es in der Aussendung. Ein Griff auf die heiße Backofentür oder die Herdplatte sei oft dem "kindlichen Entdeckungsdrang" zuzuschreiben, "dabei sind die meisten Verletzungen durch den Einsatz moderner Küchengeräte oder einfache Maßnahmen wie Herdschutzgitter vermeidbar", sagte Kisser.
Sicherungen und Verriegelungen
Bei der Neuplanung einer Küche sollte, z. B. bereits darauf geachtet werden, "Geräte wie den Backofen oder Dampfgarer in einen Hochschrank - unerreichbar für Kinder - einzubauen". Zusätzlich sind im Handel bereits Sicherheitsgeräte mit Verriegelungsfunktion und ähnlichem erhältlich. (apa/red)
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