Friedensnobelpreis vergeben: Al Gore
wird für Klimaschutz-Einsatz ausgezeichnet
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Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und den UNO-Weltklimarat (IPCC). Das teilte das Nobel-Komitee in Oslo mit. Beide erhalten den Preis demnach für ihre Bemühungen, das Wissen um den vom Menschen verursachten Klimawandel zu verbreiten und Grundlagen für Gegenmaßnahmen zu schaffen.
Der Chef des Nobel-Komitees, Ole Danbolt Mjös, sagte bei der Bekanntgabe: "Gore und der IPCC haben schon sehr früh die Gefahren der globalen Klimaänderung erkannt. Wir möchten mit unseren Entscheidung die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter erhöhen." Gore sei jahrelang einer der "weltweit führenden Umweltschützer" gewesen.
Gore, Vizepräsident unter Bill Clinton (1993-2001) ist heuer bereits Oscar-Preisträger geworden: er gewann für seinen Streifen "An Inconvenient Truth" (Eine unbequeme Wahrheit) die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm 2007.
Der US-Politiker kommt am 24. Oktober (richtig) in das Wiener Arsenal, wo er im Rahmen des "mobile.futuretalk 07" über die Zukunft der Mobilität referieren wird.
IPCC-Chef "überwältigt"
Der indische IPCC-Chef Rajendra Pachauri sagte im norwegischen Fernsehen: "Ich bin völlig überwältigt. Dieser Preis geht an die internationale UNO-Gemeinschaft und alle Staaten, die uns unterstützen." Er habe vor der Entscheidung aus Oslo selbst öffentlich gesagt, dass Gore ihn wie kein anderer verdient habe. In Genf, am Sitz der IPCC, zeigte sich die Sprecherin der Organisation, Carola Traverso Saibante, völlig überrascht.
Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Er wird traditionell am 10. Dezember in Oslo überreicht. Im vergangenen Jahr erhielten der Bankier Mohammed Yunus und dessen Grameen-Bank die Auszeichnung für ihre Mikrokredite an arme Menschen.
(apa/red)
