OMV setzt bei MOL auf Brüssel & Aktionäre: Angebots-Erhöhung nicht ausgeschlossen
- Monopolstellung im Kraftstoff-Großhandel befürchtet
- OMV hält knapp über 20 Prozent der MOL-Anteile
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Ein Zusammenschluss zwischen der ungarischen MOL und der OMV würde nach Ansicht von MOL zu einer Monopolstellung im Kraftstoff-Großhandel führen und somit gegen EU-Regelungen verstoßen. Doch die OMV zeigt sich bezüglich einer Entscheidung im Übernahmekampf mit der MOL optimistisch. Entweder Brüssel oder der Aktionärsdruck werden Bewegung in die verhärteten Fronten bringen, ist man hier überzeugt.
"Die Zeit wird kommen. Wir haben unsere Karten auf den Tisch gelegt und Brüssel informiert. Letztlich wird Brüssel ohnehin die Entscheidung fällen und natürlich die unabhängigen Aktionäre, denn MOL gehört den Aktionären und nicht der MOL", sagte OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer auf dem "Reuters Central European Investment Summit" in Wien.
OMV habe keine Entscheidung über eine Einberufung einer außerordentlichen MOL-Hauptversammlung getroffen, jedoch könne dies jeder Aktionär, der mehr als fünf Prozent an MOL hält, ergänzte der OMV-Chef.
Auf die Frage, ob OMV bereit wäre, das Angebot von 32.000 Forint noch zu erhöhen, sagte Ruttenstorfer: "Sag niemals nie". Die 32.000 Forint seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Vorschlag der OMV. "Wenn die Beschränkungen fallen, müssten wir uns das Angebot ohnehin noch einmal ansehen", sagte er.
Die OMV hält bereits knapp über 20 Prozent der MOL-Anteile und hat 11,2 Mrd. Euro für die Übernahme der restlichen MOL-Aktien angeboten, wenn die Stimmrechtsbeschränkung von zehn Prozent sowie die Kontrolle des MOL-Managements von gut 40 Prozent der Anteile fällt. Die Einladungen an das MOL-Management zu Gesprächen über einen Zusammenschluss wurden wiederholt von MOL und auch der ungarischen Regierung zurückgewiesen.
(apa/red)

