Schweizer sind auf doppelte Revanche aus:
Wollen auch Spiel gegen Japan ausmerzen
- Rehabilitierung für 1:2 gegen Österreich gefordert
- Kuhn zeigt höflichen Respekt vor Österreichs Team

·3:1: Eidgenossen kannten keine Gnade
ÖFB-Elf kehrt auch aus Schweiz ohne Sieg zurück
·Schweiz hat Mitleid mit unserem Team
Schweizer Presse sieht Testspielgegner in Krise
·UMFRAGE: Wer gewinnt das Spiel?
Österreich-Tunesien im Wiener Happel-Stadion
·Eidgenossen stehen deutlich über dem ÖFB
Schweiz in der FIFA- Rangliste 43 Plätze vorne
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
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Das Schweizer Fußball-Nationalteam ist im Testspiel heute in Zürich gegen Österreich in doppelter Hinsicht auf Revanche aus. Zum einen liegt den Eidgenossen noch immer das 1:2 vor einem Jahr in Innsbruck im Magen, zum anderen gilt es, die Scharte des 3:4 im September in Klagenfurt gegen Japan auszuwetzen.
Laut Teamchef Köbi Kuhn, der am Freitag seinen 64. Geburtstag feierte, sind aus der Schlappe gegen die Asiaten die richtigen Schlüsse gezogen worden. "Das hoffe ich zumindest, selbst wenn man nie ohne Zweifel sein darf." Auch aus dem jüngsten Duell mit der ÖFB-Truppe hätten die Schweizer gelernt. "Wir wollen uns das unfreiwillige Geschenk von damals wieder zurückholen", erklärte Kuhn, warnte aber auch: "Gerade in Spielen, in denen man Favorit ist, muss man hundertprozentigen Einsatz zeigen."
Schweiz setzt auf Teamgeist
Vor den Österreichern hat der "Nati"-Coach nach eigenen Angaben "großen Respekt. Sie haben viele junge, talentierte Spieler, da müssen wir ganz besonders auf unsere Tugenden setzen und den Teamgeist in den Mittelpunkt stellen". Verwundert zeigte sich der Trainer über die Medienberichterstattung rund um das ÖFB-Team in Österreich. "Ich habe mit Erstaunen registriert, dass selbst ehemalige Nationalspieler und Ex-Nationaltrainer über das Team hergefallen sind. Das ist nicht sehr stilvoll", meinte Kuhn, dessen Amtszeit nach der EURO endet. Als Nachfolger ist der Wahl-Schweizer Ottmar Hitzfeld im Gespräch.
Momentan ist es aber noch Kuhn, der mit Personalsorgen zu kämpfen hat. So bat Valon Behrami, der gegen Japan an drei von vier Gegentoren mitbeteiligt war, um eine Auszeit. Wie beim 3:4 in Klagenfurt fehlen auch Alexander Frei (Wadenmuskel), Philipp Degen (Adduktoren), Patrick Müller (Kreuzbandanriss), Blerim Dzemaili (Kreuzbandoperation) und Ricardo Cabanas (Knie). Zudem musste zuletzt auch Daniel Gygax wegen einer Wadenverletzung absagen und wurde durch David Degen ersetzt.
Verletzungspech als Chance
Die zahlreichen Absenzen ermöglichen es anderen Spielern, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So erhält Lille-Abwehrspieler Stefan Lichtsteiner auf der rechten Verteidigerposition die Chance. Im defensive Mittelfeld kommt voraussichtlich Gelson Fernandes (Manchester City) zum Einsatz, der beim 2:1-Sieg über die Niederlande groß aufgespielt hatte. Im Tor steht gemäß Rotation Santander-Legionär Fabio Coltorti.
Nach den restlichen drei Spielen dieses Jahres gegen Österreich, die USA am kommenden Mittwoch und höchstwahrscheinlich Nigeria (20./21. November) will Kuhn mehr oder weniger Klarheit darüber haben, welche 23 Spieler auf seiner EM-Kaderliste stehen sollen. Danach verbleiben ihm 2008 nur noch zwei bis drei Testspiele, um seine EM-Startformation im Einsatz zu sehen. "In diesem Zusammenhang ist es für uns eine Art Qualifikationsspiel", so Kuhn, der Salzburg-Legionär Johan Vonlanthen wohl von Beginn an aufbieten wird.
(apa/red)
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