Die Schweiz hat Mitleid mit unserem Team:
Schweizer Presse sieht Gegner in der "Krise"
- "Österreich befindet sich in einem EM-Notstand"
- Schweizer Kader um Hälfte teurer als ÖFB-Kader
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Österreich-Tunesien im Wiener Happel-Stadion
·Eidgenossen stehen deutlich über dem ÖFB
Schweiz in der FIFA- Rangliste 43 Plätze vorne
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Zwar ging der vorerst letzte Vergleich vor einem Jahr in Innsbruck mit 2:1 an Österreich, dennoch ist sich die Schweiz vor dem freundschaftlichen Fußball-Länderspiel gegen das ÖFB-Team am Samstag in Zürich ihrer Favoritenrolle wohl bewusst. In den Medien herrschte am Vortag des Spiels bezüglich der Österreicher vor allem ein Gefühl vor: Mitleid.
"Testspielgegner in der Krise", schrieb beispielsweise die Gratiszeitung ".ch", die in den Zürcher Straßenbahnen oder in der Bahn omnipräsent ist. Österreich befinde sich in einem "EM-Notstand". ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger drohe ein "Rekordtief".
Unterstützung bekam "Hicke" ausgerechnet von seinem Schweizer Pendant Köbi Kuhn. Wie das österreichische Nationalteam kritisiert werde, findet er "nicht sehr stilvoll". "Ich habe mit Erstaunen registriert, dass selbst ehemalige Nationalspieler und Ex-Nationaltrainer über das Team herfallen", wurde Kuhn - offenbar in Anspielung auf die Zeitungs-Kolumnisten Toni Polster und Hans Krankl - zitiert.
Der Sprecher des Schweizer Fußballverbandes, Pierre Benoit, warnt indes vor dem Samstag-Länderspiel vor übertriebenem Selbstvertrauen. Bei jenen Matches, die bereits vor dem Anpfiff gewonnen zu sein scheinen, sei besondere Vorsicht angebracht, erklärte er gegenüber der APA. Das habe man ja schon vor einem Jahr in Innsbruck gesehen.
Auch der frühere Schweizer Internationale und jetzige Fußball-Experte des Schweizer Fernsehens, Alain Sutter, bringt das Spiel von Innsbruck als mahnendes Beispiel: "Erfolgreiche Zeiten haben immer ihre Tücken. Sie sind immer die größten Hindernisse für eine Weiterentwicklung. Groß ist die Verlockung sich auf den Lorbeeren auszuruhen." Er gehe aber trotzdem nicht davon aus, dass die Schweizer ein Jahr nach dem 1:2 in Innsbruck noch einmal gewillt sind, Österreich Aufbauhilfe zu leisten.
Schweizer Kader um Hälfte teurer als ÖFB-Kader
Die Bilanz des Jahres 2007 drängt die "Nati" klar in die Favoritenrolle. Auch in Statistiken betreffend Zuschauer-Interesse und Marktwert der Teamkader liegen die Schweizer deutlich vorn.
Eine aktuelle Studie des deutschen Unternehmens "Sport+Markt" beziffert den Marktwert des aktuellen Kaders der ÖFB-Auswahl mit 52 Millionen Euro und damit um 23 Mio. Euro niedriger als jenen der Schweizer Kicker. Bei den elf teuersten Spielern klafft die Lücke noch mehr auseinander. Die eidgenössische Top-Elf kommt demnach auf einen Marktwert von 47 Mio. Euro, Ivanschitz und Co auf 26 Mio.
Auch beim Fan-Zuspruch haben die Schweizer klar die Nase vorne. Während die elf Heimspiele der ÖFB-Auswahl rund 166.000 Zuschauer im Stadion live verfolgten (Schnitt: 15.100), kamen zu den acht Schweizer Heimspielen 184.500 Fans, was einem Durchschnitt von rund 23.600 entspricht.
(apa/red)
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