Weltmeister Loeb wahrt Titelchance: Sieg
vor WM-Rivalen Grönholm bei Korsika-Rallye
- Franzose reduziert Rückstand in WM auf vier Punkte
- Manfred Stohl unzufrieden über seinen 14. Rang

Der Kampf um die Rallye-Weltmeisterschaft zwischen Sebastien Loeb und Marcus Grönholm hat sich auf Korsika zugespitzt. Der dreifache Weltmeister Loeb kam im Citroen C4 in der 51. Korsika-Rallye zu seinem siebenten Saisonsieg und reduzierte den Rückstand auf den führenden Finnen Grönholm bei drei ausstehenden Läufen auf vier Punkte. Grönholm kam im Ford Focus mit 23,7 Sekunden Rückstand auf Loeb in Ajaccio ins Ziel.
"Ich musste bis zum Schluss hart kämpfen", sagte der Titelverteidiger aus Frankreich, als sein 35. Rallye-Sieg und der Korsika-Hattrick perfekt waren. "Ich habe noch nie so oft auf das Display geschaut wie bei dieser Rallye. Ich hatte immer ein Auge auf die Zwischenzeiten von Marcus, der mich mit seinem Tempo zu Höchstleistungen zwang", erklärte der 33-jährige.
Grönholm war bei der Asphalt-Rallye ans Limit gegangen. "Ich habe hier wirklich alles gegeben, mehr ging wirklich nicht", stellte der 39-jährige fest, der zum Saisonende seine Karriere beenden wird. Chancen auf den ersten Sieg auf Asphalt überhaupt hat er nur noch Mitte November in Irland, dafür hat er als Schotter-Spezialist Vorteile in Japan (Ende Oktober) und Großbritannien (Anfang November) und damit auch im Hinblick auf die WM-Wertung.
Stohl unzufrieden über Rang 14
Manfred Stohl beendete die Rallye auf dem 14. Gesamtrang und verpasste damit nur um 14,8 Sek. einen WM-Punkt für die Herstellerwertung. "Es ist nicht lustig. Das ganze Team bemüht sich und es geht einfach nichts weiter", meinte der unzufriedene OMV-Fahrer, dem am Vortag ein Problem mit der Benzinpumpe zu schaffen gemacht hatte. "Uns bleibt jetzt nur die Hoffnung. Vielleicht bringt Japan den Umschwung. So eine Serie muss auch einmal zu Ende sein."
In der Fahrerwertung liegt der 35-jähriger Wiener im Citroen Xsara mit neun Zählern auf dem zwölften Rang.
(apa/red)
