Verdientes 2:1 in Schwaz: Österreichs U21-Elf besiegte Zypern dank Linzer Doppelpack
- Vorentscheidung mit dem Pausenpfiff durch Klein-Tor
- WM-Helden: ÖFB-U20 erreichte in der Schweiz 0:0
Österreichs Fußball-U21-Nationalmannschaft bleibt in der Gruppe 7 der EM-Qualifikation weiter ungeschlagen. Die Truppe von Trainer Manfred Zsak schlug in Schwaz Zypern verdient mit 2:1 (2:0). Ein Linzer-Doppelpack vor der Pause durch die LASK-Spieler Hoheneder (38.) und Klein (45.) sorgte für die Führung der Österreicher, nach Wiederbeginn erhöhten die Gäste den Druck, kamen aber nur noch zum Anschlusstreffer durch Michalis Dimitriou (74.).
Die Österreicher taten sich gegen die perfekt organisierten Zyprioten lange schwer. Erst ein schnell abgespielter Freistoß, der von Dober knapp neben den Torpfosten gesetzt wurde, sorgte für erste Gefahr (28.). Die Zsak-Schützlinge nützten die langsam entstehende Unsicherheit der Gäste eiskalt aus: Madl verlängerte eine Kavlak-Ecke per Kopf und Hoheneder brauchte nur noch zum 1:0 einzunicken.
Vorentscheidung mit dem Pausenpfiff
Quasi mit dem Pausenpfiff sorgte Hoheneders LASK-Kollege Klein für die Vorentscheidung. Der zypriotische Tormann Asprogenis konnte einen Stankovic-Schuss nicht bändigen und Klein staubte ab. "Das war der Grundstein zum Sieg", analysierte Trainer Zsak erleichtert.
Nach dem Pausentee sollte es jedoch noch einmal eng werden. Pavlou (58.) und Avraan (65.) verstolperten die besten Chancen für die Zyprioten. Schließlich war es Stürmer Michalis Dimitrou, der die leicht feldüberlegenen Gäste doch noch mit einem Tor belohnte. Österreich konnte die Führung aber schließlich über die Zeit bringen und vergab u.a. durch Hoffer noch Hochkaräter aufs 3:1.
Bitter: Kavlak sieht nach Schwalbe rot
Ein bitterer Beigeschmack blieb für das rot-weiß-rote Team, das sich nämlich im Finish für das nächste Spiel in Island selbst schwächte. Denn Rapid-Spieler Kavlak sah nach einer Schwalbe in der 92. Minute noch die Gelb-Rote Karte. "Das war einfach dumm, er wird uns abgehen", meinte Zsak, der mit der Leistung seiner Mannschaft nicht wirklich zufrieden war. "Wir haben Zypern in der zweiten Hälfte zu stark ins Spiel kommen lassen. Aber egal, Hauptsache wir haben gewonnen."
Für das Playoff (Hin- und Rückspiel) qualifizieren sich die Quali-Gruppensieger genauso wie die vier besten zweitplatzierten Teams. Die Barrage-Sieger haben schließlich die Teilnahme an der vom 14. bis 27. Juni 2009 in Schweden stattfindenden Endrunde sicher.
ÖFB-U20 erreichte in der Schweiz ein 0:0
Einen Tag vor dem Länderspiel der beiden EM-2008-Gastgeber haben sich die U20-Nationalteams der Schweiz und Österreichs in Winterthur 0:0 getrennt. Im Rahmen des Viernationenturniers sahen knapp 2.000 Zuschauer eine Partie, in der die Hausherren zwar mehr vom Spiel hatten, die Gäste aber punkto Chancen zumindest gleichwertig waren.
In einer eher ereignislosen ersten Spielhälfte vergaben Enzenberger (17.) und Mattes, dessen Freistoß die Innenstange traf (45.), die besten ÖFB-Möglichkeiten. Nach der Pause scheiterten Mattes und Walch an Schweiz-Goalie Fickentscher (jeweils 58.), der auch bei einem Sulimani-Schuss rettete (61.). Im Österreich-Tor zeichnete sich Zaglmair ebenfalls einige Male aus.
"Aufgrund unserer Chancen bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden", analysierte Teamchef Paul Gludovatz, der hinzufügte: "Ich will jedes Spiel gewinnen." Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich bereits am Dienstag im "Rückspiel" gegen die Schweizer, die in Dornbirn gastieren.
(APA/red)
