U21-Spieler will nicht gegen Israel spielen:
Deutscher Teamspieler kommt aus dem Iran
- DFB-Chef zeigt kein Verständnis für Entscheidung
- Zwanziger: "Man hat es Dejagah zu leicht gemacht"
·U21-Spieler will nicht gegen Israel spielen
Heftige Kritik durch den Zentralrat der Juden
Nach der Absage des deutsch-iranischen U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah für das Fußball-Länderspiel in Israel hat DFB-Präsident Theo Zwanziger Fehler eingeräumt. "Wir haben Dejagahs Entschuldigung zu schnell akzeptiert", sagte Zwanziger im Hessischen Rundfunk. "Wir hätten mehr nachfragen und nachbohren müssen." Dies werde der DFB nun nachholen.
Weiter sagte Zwanziger: "Man hat es Dejagah zu leicht gemacht." Er selbst wolle nun das Gespräch mit dem Spieler suchen. "Ich werde es ihm etwas schwerer machen und versuchen, das Verantwortungsgefühl abzufragen, das er als deutscher Nationalspieler zeigen muss." Von diesem Gespräch hänge ab, ob Dejagah noch einmal für eine deutsche Nationalmannschaft nominiert werde. Grundsätzlich müsse sich Dejagah aber entscheiden, für welches Land er spielen wolle: "Heute bin ich Iraner, morgen Deutscher, wie es mir passt, das wird nicht gehen", sagte Zwanziger.
Zugleich bekräftigte der DFB-Präsident seine Kritik an der Entscheidung des Spielers: "Persönliche Gründe können Verletzungen sein, aber ein deutscher Nationalspieler muss das tun, was die Nationalmannschaft auch tut." Dazu gehöre eine Reise nach Israel, betonte Zwanziger: "Wer deutscher Nationalspieler sein will, hat auch Pflichten." Als junger Mensch habe Dejagah allerdings auch das Recht, Fehler zu machen und hinzuzulernen.
(apa/red)
