Bhuttos Rückkehr in der Warteschleife? Pakistan fordert weiteres Verharren im Exil
- Ex-Regierungchefin solle Amnestie-Urteil abwarten
- Benazir Bhutto plane dennoch wie geplant einzureisen

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Die pakistanische Regierung hat die ehemalige Regierungschefin Benazir Bhutto aufgefordert, ihre Rückkehr aus dem Exil zu verschieben. Bhutto sollte bis zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die Verfassungsmäßigkeit ihrer Amnestie warten, sagte der stellvertretende Informationsminister Tariq Azim. Ursprünglich wollte die frühere Regierungschefin am 18. Oktober nach acht Jahren in Dubai und London in ihre Heimat zurückkehren.
Das Gericht nahm neulich Klagen gegen das von Staatschef Pervez Musharraf unterschriebene Dekret an, das für Politiker in den Jahren 1985 bis 1999 eine Strafverfolgung wegen Korruption ausschließt und so den Weg für eine Machtteilung zwischen Musharraf und Bhutto ebnen sollte. Falls das Gericht das umstrittene Dekret für verfassungswidrig befindet, könnten die Vorwürfe wieder aufgerollt werden.
Bhutto müsste sich dann unter Umständen wegen Korruptionsvorwürfen aus ihrer Regierungszeit verantworten. "Eine derartige Situation könnte politischen Aufruhr hervorrufen", warnte Azim. Aus dem Umfeld Bhuttos verlautete jedoch, sie plane nach wie vor ihre Rückkehr am 18. Oktober. (apa/red)
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