Kosovo-Gespräche ohne Ergebnis zu Ende: Verhandler schworen "Provokationen" ab!
- Serben und Kosovo-Albaner trafen sich in Brüssel
- Nächste Runde am 22. Oktober in Wien geplant
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Provinz kommt seit über 20 Jahren nicht zur Ruhe

Die Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo sind in Brüssel ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Spitzenvertreter von Serben und Kosovo-Albanern präsentierten ihre unterschiedlichen Vorstellungen zur Zukunft der seit 1999 von der UNO verwalteten südserbischen Provinz, teilte die "Kosovo-Troika" (EU, Russland, USA) in einer Erklärung mit.
Die nächste Runde ist für den 22. Oktober in Wien geplant. Nach Einschätzung des verantwortlichen EU-Sondervermittlers Wolfgang Ischinger sind die Gespräche nun in einer "entscheidenden Phase" angelangt.
"Beide Seiten stellten Fragen und antworteten auf die Vorschläge der jeweils anderen Seite", schrieb die Troika. Die Verhandlungspartner wollen sich an ihre Verpflichtung halten, von Provokationen abzusehen. Die Troika mahnte, dass die Wahlen im Kosovo am 17. November alle Gruppen umfassen und unter sicheren Bedingungen stattfinden müssen.
Die Vermittlergruppe führte auch Einzelgespräche mit jeder Seite, um Kompromissmöglichkeiten auszuloten. Am Tisch saßen der Kosovo-Präsident Fatimir Sejdiu und Kosovo-Premier Agim Ceku. Aus Serbien kamen Außenminister Vuk Jeremic und Kosovo-Minister Slobodan Samardzic in die belgische Hauptstadt. Die Runde dauerte rund vier Stunden.
Eine erste direkte Gesprächsrunde hatte es Ende September in New York gegeben. Serbien lehnt die vom UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari vorgeschlagene Unabhängigkeit des Kosovo ab und bietet den Albanern eine weitgehende Autonomie. Die Kosovo-Albaner hingegen streben nach Trennung von Serbien und staatlicher Selbstständigkeit. Die Troika soll bis zum 10. Dezember dem UN-Sicherheitsrat einen Bericht vorlegen. Der Kosovo gehört völkerrechtlich zu Serbien, steht aber seit den NATO-Angriffen gegen das damalige Jugoslawien (Serbien und Montenegro) im Jahr 1999 unter Verwaltung der Vereinten Nationen.
(apa/red)
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