Freitag, 12. Oktober 2007

Kein Unterricht mehr ohne meine Knarre...:
US-Lehrerin geht nur bewaffnet in Schule

  • Prävention aus Angst vor Ex-Mann und Amokläufern
  • PLUS: 14-Jähriger wegen Waffenbesitz festgenommen

Eine Lehrerin im US-Bundesstaat Oregon will mit versteckter Waffe unterrichten, aus Angst vor ihrem Ex-Ehemann und möglichen Schulschießereien. Nach einem Bericht der Zeitung "The Oregonian" hat die Englischlehrerin Shirley Katz einen Richter in Medford um Erlaubnis gebeten, in ihrer Schule eine Waffe tragen zu dürfen.

Im vergangenen Monat hatte sie eine Klage gegen die Schulbehörde eingereicht, die das Mitbringen versteckter Waffen untersagt. Der Anwalt der Lehrerin argumentiert, dass Inhaber eines Waffenscheins für versteckte Waffen nach staatlichem Gesetz diese auch in öffentlichen Gebäuden mit sich führen könnten.

Katz behauptet, sie fürchte sich vor ihrem Ex-Ehemann und sorge sich um die Sicherheit ihrer Schüler. Angesichts zahlreicher Schießereien an amerikanischen Schulen hielte sie es für besser, wenn Lehrer den Umgang mit Waffen lernen würden und sich am Arbeitsplatz schützen könnten.

14-Jähriger wegen Schusswaffenbesitz festgenommen
Kurz nach dem Amoklauf eines Jugendlichen in einer US-Schule hat die Polizei im Bundesstaat Pennsylvania im Zimmer eines 14-Jährigen ein halbautomatisches Gewehr und mehrere Luftgewehre beschlagnahmt. Der Teenager wurde festgenommen. Die Polizei kam nach Hinweisen eines Schülers der Plymouth Whitemarsh Highschool in Montgomery auf die Spur des Jugendlichen. Dieser habe offenbar ein Schulmassaker nach dem Muster des Amoklaufs an der Columbine High School geplant, erklärte die Polizei. Bei dem Todeszug zweier Jugendlicher waren 1999 zwölf Schüler und ein Lehrer getötet worden.

Der Besitz von Luftgewehren sei nicht verboten, und die Waffen seien überall zu kaufen, erklärte die Polizei von Montgomery weiter. Das halbautomatische Gewehr habe die Mutter des 14-Jährigen offenbar auf einer Waffenausstellung gekauft. Ihr und anderen Familienmitgliedern droht nun eine Anklage. Erst neulich hatte in einer Schule in Cleveland (Bundesstaat Ohio) ein 14-Jähriger Schüler um sich gefeuert und vier Menschen verletzt. Anschließend tötete er sich selbst. (apa/red)

12.10.2007 08:44