Freitag, 12. Oktober 2007

"Fest des Fastenbrechens" steht an: Muslimische Welt feiert Ende des Ramadan

  • 30-tägige Fastenzeit findet damit ihren Abschluss
  • Nach Opferfest wichtigstes islamisches Ereignis

In der muslimischen Welt endet an diesem Wochenende der Fastenmonat Ramadan (türkisch: Ramazan). Gefeiert wird dieses Ereignis, dessen genauer Beginn durch die Sichtung der Mondsichel festgelegt wird, mit dem "Fest des Fastenbrechens", auf arabisch Eid al-Fitr, auf türkisch Seker Bayrami ("Zuckerfest").

Das Fest, mit dem die 29- bis 30-tägige Fastenzeit ihren Abschluss findet, wird in den ersten drei Tagen des Folgemonats Shawwal gefeiert. Es ist nach dem islamischen Opferfest (arabisch: Eid al-Adha) das zweite Hauptfest des Islam. Wie alle islamischen Feste wandert es jedes Jahr um etwa elf Tage rückwärts im Kalender des Sonnenjahres. Es kann daher zu jeder Jahreszeit stattfinden.

Die erste wichtige Handlung des Festtages ist das Eid-Gebet in der Moschee. Meist schließt sich daran ein Besuch des Friedhofs an, um der verstorbenen Verwandten und Freunde zu gedenken. Der restliche Tag wird genutzt, um Verwandte und Bekannte zu besuchen. Dabei werden süße Gerichte gereicht. Außerdem werden Geschenke verteilt, die Kinder neu eingekleidet. Auch die Erwachsenen legen Festtagskleidung an. Mit Gaben an die Armen kommen die Gläubigen der Pflicht Zakat nach, die eine der "fünf Säulen" des Islam bildet.

Fromme Muslime werden aber auch nach dem Ende des Ramadan einige Fasttage einlegen. Einer Überlieferung (Hadith) zu Folge sagte der Prophet Mohammed: "Wer im Monat Ramadan gefastet hat und danach sechs Tage im (darauffolgenden) Monat Shawwal fastet, der erhält soviel Lohn, als ob er das ganze Jahr gefastet hätte."

(apa)

12.10.2007 07:37