Bewohner Gibraltars treten vor die Urnen:
Bisheriger Präsident Caruana ist Top-Favorit
- Gibraltar seit 1713 zu Großbritannien gehörig
·Spanien gibt Walen Vorfahrt bei Gibraltar
Alle Schiffe sollen ihre Geschwindigkeit drosseln
Die Bewohner der britischen Kolonie Gibraltar am Südzipfel der Iberischen Halbinsel waren zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Kandidaten von drei Parteien und zwei Unabhängige bewarben sich um die 17 Sitze.
Als aussichtsreichster Bewerber für das Amt des "Chief Minister" galt der bisherige Regierungschef Peter Caruana, der für eine vierte Amtszeit kandidierte. Er hatte bei der vorigen Wahl im Jahr 2003 mit seiner Sozialdemokratischen Partei (GSD) 51 Prozent der Stimmen erhalten. Umfragen räumten aber auch dem Oppositionsbündnis von Sozialisten und Liberalen des Ex-Regierungschefs Joe Bossano Chancen ein.
Gibraltar will britisch bleiben
Beide Parteien sind strikt dagegen, dass der "Affenfelsen" an Spanien zurückgegeben wird. Im Jahr 2002 hatte die Bevölkerung in einem nicht bindenden Referendum mit fast 99 Prozent der Stimmen dafür votiert, dass Gibraltar mit seinen 27 000 Einwohnern britisch bleibt. Die Besitzung gehört seit 1713 zu Großbritannien. Spanien erhebt seither Anspruch auf das 6,5 Quadratkilometer große Gebiet.
Mehr Autonomie seit 2006
Im vergangenen Jahr nahmen die Bürger Gibraltars in einer weiteren Volksabstimmung mit großer Mehrheit eine neue Verfassung an, die ihnen eine größere Eigenständigkeit gegenüber London garantiert. Die Zugehörigkeit zu Großbritannien wird darin nicht infrage gestellt. (APA/red)
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