Dienstag, 9. Oktober 2007

Autobombe im Baskenland explodiert:
Angst vor ETA-Anschlägen wächst weiter an

  • Bei Explosion wurde ein Mann schwer verletzt
  • Madrid verschäft nun die Sicherheitsvorkehrungen

Ein Bombenanschlag nahe des Zentrums der baskischen Stadt Bilbao hat beinahe ein Menschenleben gefordert. Wie die spanische Zeitung "El Pais" in ihrer Internetausgabe meldete, wurde der Leibwächter eines Lokalpolitikers bei der Explosion einer Autobombe schwer verletzt. Hinter dem Anschlag wird die baskische Untergrundorganisation ETA vermutet.

Die spanische Polizei befürchtete bereits einen Anschlag der ETA als Reaktion auf die Verhaftung der Führungsspitze der verbotenen Separatistenpartei Batasuna. Mit Blick auf den spanischen Nationalfeiertag am 12. Oktober seien deshalb im ganzen Land die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, teilte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba am Dienstag mit.

Madrid verschärft Sicherheitsvorkehrungen
Vor allem in Madrid seien die Kontrollen ausgeweitet worden. In der Hauptstadt nimmt König Juan Carlos traditionell am Nationalfeiertag eine Militärparade ab. Vergangene Woche waren 21 Führungsmitglieder von Batasuna verhaftet worden. Die Partei gilt als politischer Flügel der ETA.

ETA kämpft für unabhängiges Baskenland
Die ETA kämpft seit rund 40 Jahren für ein unabhängiges Baskenland in Nordspanien und Südwestfrankreich. Dabei sind bisher mehr als 800 Menschen getötet worden. Anfang Juni hatte sie einen 15-monatigen Waffenstillstand offiziell aufgekündigt. (APA/red)

9.10.2007 14:18