Mittwoch, 17. Oktober 2007

Gefechte im Grenzgebiet zu Afghanistan: Pakistans Militär tötet dabei 150 Rebellen

  • Feuerpause-Angebot der Aufständischen abgelehnt

Bei neuerlichen heftigen Gefechten zwischen pakistanischen Regierungstruppen und islamistischen Aufständischen sind im Grenzgebiet zu Afghanistan mindestens 195 Menschen getötet worden. Wie die pakistanische Militärführung mitteilte, handelt es sich dabei um 150 Aufständische und 45 Soldaten. Eine von den Rebellen vorgeschlagene Feuerpause hat die Armee zurückgewiesen.

Die Angriffe auf das pakistanische Militär nehmen zu, seit im Juli ein Abkommen mit Aufständischen in den halbautonomen Stammesregionen Waziristans scheiterte und Sicherheitskräfte die von Islamisten besetzte Rote Moschee in Islamabad stürmten. Die Region gilt als Rückzugsgebiet für Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer seit der US- geführten Afghanistan-Invasion 2001. Ende August hatten hunderte Extremisten 240 pakistanische Soldaten in Süd-Waziristan umstellt, entwaffnet und verschleppt.

Bei einem NATO-Luftangriff sind in Afghanistan fünf mutmaßliche Aufständische getötet worden. Die Gruppe sei dabei gewesen, im Grenzgebiet zu Pakistan eine Bombe am Rand einer Straße zu vergraben, wie die NATO-geführte Afghanistan-Schutztruppe ISAF mitteilte.

(apa/red)

17.10.2007 10:14