Dienstag, 16. Oktober 2007

Kleinflugzeugabsturz in Niederösterreich:
Die Identität der vier Insassen ist geklärt

  • 44-jährige Mutter & ihre beiden Kinder waren an Bord

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges in die Donau bei Spitz ist die Identität der Insassen geklärt. Laut ORF NÖ sei durch Zeugen gesichert, dass eine 44-Jährige aus dem Bezirk Baden sowie ihre beiden Kinder, ein zehnjähriger Bub sowie ein 13 Jahre altes Mädchen, an Bord waren. Geflogen wurde die Maschine von einem 47-Jährigen aus Langenzersdorf. Die vier Personen gelten als "endgültig vermisst", die Suche nach ihnen wurde bereits eingestellt.

"Letzte Gewissheit" hätten Augenzeugen gegeben, die die vier Personen vor dem Abflug noch gesehen hätten, berichtete der ORF NÖ unter Berufung auf den Kremser Bezirkshauptmann Werner Nikisch. Die vermutlich ums Leben gekommenen Insassen seien auf Fotos eindeutig erkannt worden. Zeugen "haben sich mit dem Piloten am Flugplatz getroffen und vor dem Abflug noch geblödelt", so Nikisch laut ORF NÖ.

Mit Tragfläche Hochseil berührt
Der Absturz der einmotorigen Piper P28 hat vermutlich vier Todesopfer gefordert. Das Kleinflugzeug hatte Augenzeugenberichten zufolge mit einer Tragfläche das in 22 Metern Höhe befindliche Hochseil der Rollfähre touchiert und war in der Donau versunken. Die Maschine war am Samstagnachmittag auf dem Flugplatz in Krems-Gneixendorf gestartet, Ziel wäre Dobersberg im Waldviertel (Bezirk Waidhofen an der Thaya) gewesen. Über der Donau in der Wachau kam es dann gegen 17.00 Uhr zu dem Unglück. Am Samstag und Sonntag suchten jeweils rund 125 Einsatzkräfte nach dem abgestürzten Flugzeug und den Insassen.

Das Unglück sei durch "eine Kollision mit einem Hindernis nach Unterschreitung der Mindestflughöhe" hervorgerufen worden, hieß es gestern, Montag, vom Leiter der österreichischen Flugunfallkommission, Günther Raicher. Warum der als erfahren geltende Pilot die vorgeschriebene Flughöhe - 150 Meter im besiedelten und 300 Meter in unverbautem Gebiet - beträchtlich unterschritten haben dürfte, sei wohl nicht mehr zu eruieren.

(apa/red)

16.10.2007 13:52