Samstag, 13. Oktober 2007

Ärzte-Streik: Für Landesrat Wallner "nicht ersichtlich, warum gestreikt werden soll"

  • Appell an die Ärzte-Kammer, Aktion zu überdenken
  • Streik am 8. 11. soll von Patienten gestützt werden

Der Vorarlberger Landesstatthalter und Gesundheits-Landesrat Markus Wallner appelliert an die Ärzte und die Ärztekammer, ihre Streikdrohung noch einmal zu überdenken. "Im Moment ist nicht ersichtlich, warum überhaupt gestreikt werden soll", sagte Wallner. Der unmittelbare Anlass - die Ambulanten Versorgungszentren - sei aus der 15a-Vereinbarung herausverhandelt worden.

Wallner stellte aber auch fest, dass man die Ärzte zu einem früheren Zeitpunkt in Pläne und Vorhaben hätte einbinden müssen. "Ich hatte mich auch geärgert, dass solch ein Vorschlag auf Bundesebene gemacht wurde ohne Einbeziehung der Ärztekammer oder der Ärzte", sagte der Landesstatthalter. Das könne man so nicht machen.

Den Entwurf für das Tabakgesetz hält Wallner "für einen vernünftigen Weg". Das Gesetz sei eine Verschärfung, das aber Rücksicht auf etwa die Größe einer Bar nehme oder was bauchlich machbar sei. Wallner sprach von einer "relativ strengen Regelung, die aber nicht überschießend ist".

Die Ärzte wollen die Patienten um Unterstützung für ihren am 8. November angekündigten Streik bitten. Dies soll mit einem "Patienten-Begehren" geschehen, das in den Ordinationen aufliegt, erklärte am Samstag der Obmann der Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte, Günter Wawrowsy. (apa/red)

13.10.2007 14:12