Freitag, 12. Oktober 2007

Schweres Zugsunglück in Götzendorf: Drei ÖBB-Mitarbeiter von Zug erfasst & getötet!

  • Gleisarbeiter waren laut ÖBB "erfahrene Mitarbeiter"
  • Keine Rettung: Für Opfer kam jede Hilfe zu spät

Bei einem Unfall auf der Ostbahn im Bahnhofsbereich von Götzendorf a.d. Leitha (Bezirk Bruck a.d. Leitha) sind drei ÖBB-Bedienstete ums Leben gekommen. Die Mitglieder einer Arbeitsrotte waren vom Personenzug 2699 (Wien - Neusiedl am See) erfasst worden. Die Ursache des Unglücks war im Laufe des Tages Gegenstand von Ermittlungen und dürfte in menschlichem Versagen liegen, wie es seitens der Bundesbahnen hieß.

Die Opfer - zwei 44-jährige Burgenländer und ein 42 Jahre alter Niederösterreicher, laut ÖBB "erfahrene Mitarbeiter" - waren mit Gleisarbeiten beschäftigt, als sie von der aus einem Triebfahrzeug und vier Waggons bestehenden Garnitur erfasst wurden. Trotz sofortigen Einsatzes von Notarzt- und Rettungsteams aus Schwechat, Götzendorf, Himberg und Ebreichsdorf kam für die Männer jede Hilfe zu spät, berichtete die LEBIG. Von der NÖ Rettungsleitstelle war ursprünglich auch der Notarzthubschrauber "Christophorus 3" alarmiert worden.

Ostbahn vorübergehend gesperrt
Die Ostbahn blieb im Abschnitt Gramatneusiedl - Bruck a.d. Leitha nach dem Unfall vorübergehend gesperrt. ÖBB-Angaben zufolge wurde ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen eingerichtet. Eine Unfallkommission nahm die Ermittlungen auf. Das Gremium werde auch festzustellen haben, was die Ursache des mutmaßlichen menschlichen Versagens gewesen ist, sagte ein ÖBB-Sprecher.

Das Rote Kreuz NÖ entsandte zur psychologischen Betreuung der Rettungskräfte ein sogenanntes Peer Team nach Götzendorf. Diese Einheit dient dazu, den eigenen Mitarbeitern bei der Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen zu helfen. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Kollegen der Unfallopfer.

(apa/red)

12.10.2007 14:20