Mittwoch, 3. Oktober 2007

Schamlos benutzt: Vom Jackpot zur Niete - Eine betrogene Frau spricht offen in WOMAN

  • Frieda G. traf im Internet auf ihren "Traummann"
  • Dieser hinterließ gebrochenes Herz und leeres Konto

Frieda G., 55, lernte die "Liebe ihres Lebens" im Internet kennen. Jetzt hat sie ein gebrochenes Herz und ein leeres Konto. Nachher ist man ja bekanntlich immer gescheiter. Auch Frieda G. "Aber wenn man so verliebt ist, wie ich es war, dann ist man einfach blind", sagt die 55-jährige Niederösterreicherin, die sich nach einem Bandscheibenvorfall vor wenigen Wochen kaum bewegen kann und auf die Hilfe einer Freundin angewiesen ist, ernüchtert.

Frieda macht sich Vorwürfe: "Wenn man sich selbst eingestehen muss, dass man aus purer Dummheit einem Betrüger aufgesessen ist, macht das die Sache auch nicht gerade leichter. Ich habe mein ganzes Selbstvertrauen verloren …"

Der Jackpot
Geld war es, was der um 20 Jahre jüngere Mann, der sich im Internet unter dem Namen "Hefeweizen" einloggte und nach einer Partnerin suchte, in Wirklichkeit wollte. Frieda, die kurz vorher im Lotto einen Joker-Jackpot gewonnen hatte, wollte auch etwas: einen lieben Mann, um nicht mehr so allein zu sein. Und so kam es, dass sich "Habmichlieb" - Friedas Nickname - und "Hefeweizen" im Netz trafen. Sie, seit Jahren geschieden und ziemlich einsam. Er, 35 und ein angeblicher Vermögensberater.

Das erste Treffen
Drei Tage später trafen sich die beiden im wirklichen Leben. "Er wusste von Anfang an, wie alt ich bin, und er beteuerte, dass ihn der Altersunterschied überhaupt nicht störe. Im Gegenteil, er versicherte mir immer wieder, dass er schon immer ein Faible für ältere Damen gehabt habe", erinnert sie sich.

Große Liebe
Die Sekretärin war bald über beide Ohren in - nennen wir ihn so - Erwin verliebt. Die beiden wurden ein Liebespaar. Frieda, die in ihrer Ehe viel erdulden musste - "mein Mann schlug und bedrohte mich jahrelang" -, war voll Vertrauen in ihre neue Partnerschaft. Erwin war ja ganz anders. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie sich wirklich geliebt und geborgen.

Leeres Konto, gebrochenes Herz
Dass ihr Traummann im Internet gezielt nach älteren betuchten Damen suchte, nein, die Idee kam ihr in diesem Ausnahmezustand nicht. Da kam sie erst später drauf. Als ihr Konto leer war und sie im Internet andere Frauen kennen lernte, die er ebenfalls bei Laune gehalten hatte, um sie um ihr Geld zu erleichtern.

Abgesahnt und abserviert
War Erwin anfangs fast rund um die Uhr bei seiner Geliebten, kam bald die Zeit, da er "geschäftlich" sehr viel unterwegs war und außer Telefonaten zwischendurch kaum Zeit für sie hatte. Immerhin wollte er sich auch in Liechtenstein und der Schweiz umsehen, damit ihr Geld in Zukunft bestens angelegt sei. Dazu brauchte er aber auch ein standesgemäßes Auto. Und chice Klamotten. Frieda kaufte einen Audi, damit er sich nicht schämen musste.

Keine Spur
Erwin ist seither weg. Samt Geld, Auto und den vielen wertvollen Geschenken. Frieda: "Als ich ihn anzeigte, legte er den Polizisten eine Schenkungsurkunde vor. Da war meine Unterschrift darauf. Die hatte er natürlich gefälscht. Da stand, dass ich ihm alles geschenkt hätte." Der Fall "Frieda und Erwin" wird demnächst bei Gericht verhandelt werden. Doch ihr Geld und ihr Selbstvertrauen kann Frieda wohl niemand zurückgeben …

Die ganze Geschichte ist nachzulesen im aktuellen WOMAN!

3.10.2007 16:19