"Ist guter Sex in der Beziehung wichtig?" - WOMAN: Susanne Adamek spricht Klartext
- Die Psychotherapeutin schreibt offen ihre Meinung
- Jeder trägt selbst Verantwortung für seine Sinnlichkeit

Für viele Menschen ist Sex das zentrale Bindeglied zwischen Mann und Frau. Eine der schönsten Möglichkeiten, einander nahe zu sein. Ein Freudenfest für alle Sinne. Die eigene Lust zu spüren und sich an der Lust des anderen erfreuen, am gegenseitigen Begehren.
Guter Sex bedeutet vertrauen zu können. Dass man einander nicht verletzt. Dass man trotzdem ehrlich sagen darf, was (noch größere) Lust bereitet. Denn jeder Mensch trägt Verantwortung für seine eigene Sinnlichkeit. Partner können nicht alles erraten. Und dann wieder vertrauen, dass der andere nur das tut, was er selbst auch will, sich nicht opfert. Für guten Sex muss man nicht jung und schlank sein, weder supergroße Brüste noch einen extralangen Penis haben, keine akrobatischen Übungen vollziehen, keine (multiplen) Orgasmen produzieren. Ja, man muss nicht einmal immer besonders viel Lust haben - der Appetit kommt oft auch erst beim Essen selbst. Guter Sex gibt Menschen mehr als Lustbefriedigung und Spannungsabbau: Nähe, Vertrauen, Halt, Geborgenheit und manchmal Trost - durch das unmittelbare Erleben, dass man ganz so sein darf, wie man ist, nackt und unvollkommen und trotzdem angenommen und vielleicht sogar geliebt wird.
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