Besucheransturm: Das Tierbaby der Nation
- Was sich der Zoo zur Präsentation einfallen lässt

Panda-Mania in Schönbrunn. Das gerade sechs Wochen alte Pandababy sorgt für einen Besucheransturm im ältesten Zoo der Welt. Doch der kleine Bär ist nur die Speerspitze eines Babybooms, der Schönbrunn erfasst hat.
Ganz entspannt liegt der kleine Pandabär auf dem Rücken, räkelt sich und streckt alle Fünfe (inklusive Schwanz) von sich. Sein flauschiges Fell zeigt, wenn auch erst in recht zarter Schattierung, bereits die typische Schwarz-Weiß-Färbung. Und ziemlich rund ist es inzwischen, das putzige Pandababy hat einen stattlichen Milchbauch angesetzt. Seit seiner Geburt am 23. August hat die Sensation des Schönbrunner Tiergartens Österreichs Knut an Gewicht bereits um das Zehnfache und in puncto Körperlänge um das Dreifache zugelegt.
Jetzt wiegt das Bärchen, dem seine Pflegerinnen Kosenamen wie Krümmel (wegen seiner Lautgebung), Putzi oder ganz Deutsch-Chinesisch Kleiner Drache geben, bereits mehr als ein Kilo und bringt es auf über 30 Zentimeter. Die Entwicklung in den ersten Wochen geht unglaublich schnell, bestätigt Pflegerin Eveline Dungl. Man kennt das zwar aus der Literatur aber wenn man es selbst erlebt und sieht, dann möchte man am liebsten gar nicht nachhause, um nur ja nichts Neues zu versäumen.
Getrübter erster Blick. Nicht versäumt hat es Eveline Dungl jedenfalls, als das Pandababy am Donnerstag der Vorwoche exakt fünf Wochen nach seiner Geburt um Schlag 15.23 Uhr zum ersten Mal die Augen öffnete. Noch blinzelt es ziemlich schüchtern in die Welt, es dürfte außer hell-dunkel auch nicht wirklich viel sehen und erkennen, meint Dungl. Erst ab dem dritten Monat können Pandas scharf sehen. Früher ist das auch nicht wirklich notwendig, denn erst ab dem vierten Monat fangen Pandajunge an, auf eigenen Beinen zu krabbeln. Dungl: Derzeit robbt es noch herum wie ein Menschensäugling durch Abstemmen der Hinterbeine.
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