Exklusiv: Geheimakte Mohamed M. - Was die Justiz dem Kopf der Wiener Zelle vorwirft
- Brisant: Das Protokoll des Großen Lauschangriffs.
- Mohamed M. suchte Kontakt zu Ayman Al-Zawahiri

·Abhörprotokolle der Wiener Terror-Zelle
NEWS-Exklusiv: Mehr als 5.000 Seiten an Akten
Brisant: NEWS veröffentlicht die Abhörprotokolle der Terrorfahnder über die gefährlichen Pläne der Austro-Zelle.
Top-Kontakte: Mohamed suchte Kontakt zu bin Ladens Vizechef Ayman Al-Zawahiri.
Das Rätsel ist zu Ende, die harten Fakten sind jetzt auf dem Tisch. Denn NEWS liegen mehr als 5.000 Seiten aus dem Verschlussakt über jene österreichische Terrorzelle vor, die zuletzt für internationale Schlagzeilen sorgte. Akten der Justiz, des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), der SEO (Sondereinheit Observation), des Heeresnachrichtenamtes (HNaA), des Heeresabwehramtes, des Bundeskriminalamtes (BKA) und der deutschen Bundesanwaltschaft Karlsruhe.
Die derzeit vorliegende Aktenlage zeigt folgendes Bild: Mohamed M. soll ein gefährlicher Terror-Netzwerker mit internationalen Top-Verbindungen bis hin zu höchstrangigen Al-Qaida-Führern sein. M. gilt zudem als Mitglied der Terrorgruppe Ansar-al-Islam.
M. soll zudem in spektakuläre Entführungscausen verwickelt gewesen sein. Und er schreckte bei seinem Vorgehen vor wenig zurück: Er soll eine ägyptische Selbstmordattentäterin rekrutiert haben, träumte schon vom Märtyrertod, äußerte klare Absichten zu Terroranschlägen und beabsichtigte sogar, sich im Sudan zwecks Ausbildung in ein Terror-Camp zu begeben.
Für Mohamed M. gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.
Wie die Austro-Zelle enttarnt wurde. Doch der Reihe nach: Im Februar 2007 erreichte das Heeresnachrichtenamt von einem befreundeten Dienst eine aufschlussreiche Botschaft. Eine Army of Islam in Palestine (AIP) habe vom Al-Qaida-Netzwerk einen wichtigen Auftrag zur Weiterleitung erhalten: In jenen Staaten, die Truppen in Afghanistan stationiert haben, solle die Moral untergraben werden. Und zwar dadurch, dass man Nachrichten in der jeweiligen Landessprache verfasse, in denen diese Länder bedroht werden, falls sie ihre Soldaten nicht sofort abziehen.
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