Wirtschaftsuni entscheidet sich für Prater:
Mit 88.000 Quadratmeter für die Studenten
- Standort-Qualität spricht für "Messe-Südportalstraße"
- Fertigstellung der neuen WU soll Ende 2012 erfolgen

Die WU wird ihre Kräfte künftig am neuen Standort "Messe-Südportalstraße" konzentrieren. Das hat der Universitätsrat der WU auf Vorschlag des Rektorats beschlossen. Mit ca. 88.000 m2 Grundstücksfläche bietet dieser Standort einen optimalen Raum für den Bau einer neuen Wirtschaftsuniversität im Sinne der Studierenden, der Mitarbeiter/innen und mit großem Potenzial für die Stadtentwicklung.
Die Entscheidung wurde durch WU-Rektor Christoph Badelt, den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Johannes Hahn, die Vizebürgermeisterin der Stadt Wien, Renate Brauner, den Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Christoph Stadlhuber und WU-Vizerektor Michael Holoubek der Öffentlichkeit präsentiert.
Campusartige Atmosphäre
"Das Grundstück bietet einer neuen WU hervorragende Möglichkeiten für eine moderne und zukunftsorientierte Universität: Wir schaffen eine campusartige Atmosphäre in der Nähe des Stadtzentrums und verfügen darüber hinaus über eine optimale öffentliche Anbindung in Form von zwei U-Bahnstationen", erläutert WU-Rektor Christoph Badelt die Standortwahl. "Auch schaffen wir neue gegenseitige Synergien mit dem angrenzenden Messegelände in der Raumnutzung für Großveranstaltungen und werden unsererseits die Türen für Kongresse und Tagungen der Messe öffnen", so Badelt weiter.
Das Konzept
Die flächenmäßige Ausdehnung der Liegenschaft entlang der Südportalstraße ermöglicht eine lockere und offene Gestaltung der neuen Universität, die auch im Erscheinungsbild dem Anspruch einer weltoffenen und international top-positionierten Wirtschaftsuniversität entsprechen wird. Die unmittelbare Nähe von Grünflächen erhöht die Qualität des Standorts zusätzlich. Wegen dieser Qualitäten und aus ökonomischen Gründen hat sich der Standort "Messe-Südportalstraße" letztlich gegen alle anderen Standorte durchgesetzt. Mit der Entscheidung zur Übersiedlung an einen neuen Standort schließt die WU das Kapitel als eine mit insgesamt vier Standorten "zerrissene" Universität an insgesamt vier Standorten und öffnet ein neues Kapitel in ihrer fast 110jährigen Geschichte.
Unterstützung von Bund und Stadt Wien
"Wir werden mit dem Campus nicht die Dimension von Oxford erreichen, aber der schönste Campus der Welt, in Form des grünen Praters, findet sich dank der exzellenten Standortwahl direkt vor der Haustüre der neuen WU", zeigt sich auch Wissenschafts- und Forschungsminister Johannes Hahn erfreut über die getroffenen Standortwahl.
"Ich freue mich, dass nun die konkrete Entscheidung gefallen ist, die WU neu zu errichten. Damit werden höchstmoderne Rahmenbedingungen für Studierende und Forscher/innen geschaffen. Der neue Standort ist hervorragend an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden, in zentraler städtischer Lage und bietet mit der räumlichen Nähe zur Messe Neu optimale Kooperationsmöglichkeiten", begrüßt auch Vizebürgermeisterin Renate Brauner die Entscheidung der WU.
Wissensmetropole
"Aber auch für die Stadt ist es ein Gewinn: mit einem neuen Universitätscampus, den es in dieser Art in Wien erstmals geben wird, steigt das qualitative Ausbildungsangebot noch weiter an und die Stadt festigt somit auch ihre Position als zentraleuropäische Wissensmetropole", so Brauner weiter.
Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft
Parallel zur Entscheidung für den zukünftigen Standort wird die WU eine partnerschaftliche Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) eingehen. Diese wird in eine gemeinsame Projektgesellschaft münden, die die neue WU errichten und betreiben wird. "Das Projektvolumen der neuen WU liegt im dreistelligen Millionenbereich. Derzeit werden im Zuge der Wettbewerbsvorbereitungen die Kosten erhoben und Finanzierungsmodalitäten evaluiert. Genaue Zahlen gibt es bei Ausschreibung des Wettbewerbs", so Christoph Stadlhuber seitens der BIG.
Der weitere Zeitplan
Noch heuer startet die Auslobung für einen europaweiten Architekturwettbewerb, an dessen Ende Mitte 2008 die Beauftragung eines Generalplaners steht. Schon zu Beginn 2008 soll auch das Flächenwidmungsverfahren für den neuen Standort in Angriff genommen werden. Parallel dazu werden auch noch intensive Gespräche über die Finanzplanung erforderlich sein. Das Baubewilligungsverfahren wird laut WU-Zeitplan noch Ende 2008 gestartet und soll 2009 finalisiert sein. Als Baubeginn ist Anfang 2010 geplant. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen WU soll Ende 2012 erfolgen. (red)
