Alternative Nobelpreise wurden vergeben:
Sri Lanka, Kenia, Kanada und Bangladesch
- Umweltschutz und soziales Engagement gewürdigt
- Alternative Nobelpreise werden seit 1980 vergeben
Die diesjährigen Alternativen Nobelpreise ("Right Livelihood Awards") gehen nach Sri Lanka, Kenia, Kanada und Bangladesch. Die Jury der Stiftung zeichnete unter anderem das kanadische Ehepaar Percy und Louise Schmeiser aus, die sich für die Rechte von Farmern und die Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie gegen fragwürdige Patentrechte in der Landwirtschaft einsetzen.
Die weiteren Preise gehen an den srilankesischen Rechtsgelehrten Christopher Weeramantry für sein Engagement gegen die Bedrohung durch Atomwaffen, den kenianischen Friedensaktivisten Dakha Ibrahim Abdi und das Sonnenenergie-Unternehmen Grameen Shakti aus Bangladesch. Nominiert waren 84 Kandidaten, über die Hälfte (44) davon aus Entwicklungsländern.
Die vom deutsch-schwedischen Publizisten und ehemaligen grünen Europa-Abgeordneten Jakob von Uexküll (63) ins Leben gerufenen Preise werden seit 1980 jedes Jahr vergeben. Sie sind mit insgesamt 2 Mio. schwedischen Kronen (217.533 Euro) dotiert. Mit dem Preis werden besondere Leistungen für Frieden, Umwelt und soziale Gerechtigkeit honoriert und verstehen sich als Kritik an den traditionellen Nobelpreisen.
Mit dem "Right Livelihood Award", wie der Preis offiziell heißt, wurden bisher auch zwei Österreicher ausgezeichnet: Der Ökonom Leopold Kohr im Jahr 1983 und der Zukunftsforscher Robert Jungk 1986. Beide sind mittlerweile verstorben.
(apa/red)
