Freitag, 5. Oktober 2007

Schmied über die AHS-Lehrer enttäuscht:
Panikmache während Begutachtungsphase

  • Beziffert Kosten ihrer Inserate auf 240.000 Euro
  • FSG befürchtet weniger Mitbestimmung und Lohn

Unterrichtsministerin Schmied zeigt sich enttäuscht über die Protestaktionen der AHS-Lehrer zu ihrem Gesetzesentwurf über die Modellregionen zur "Neuen Mitelschule". "Ich bin verärgert, wenn man jetzt in der Phase der Begutachtung Panikmache betreibt", sagte sie im ORF-Radio Ö1 zu den Dienststellenversammlungen an den Schulen. Die Kosten ihrer Inserate bezifferte sie mit 240.000 Euro.

Schmied verteidigte ihren in österreichischen Tageszeitungen inserierten Appell an die Lehrerschaft als Ausdruck ihrer Wertschätzung zum Welttag der Lehrer. Die Kosten bezifferte sie mit 240.000 Euro - "zwei Euro pro Lehrer und Lehrerin", rechnete sie vor.

Kritik am Entwurf kommt auch aus den Reihen der roten AHS- Gewerkschafter, die den Beschluss zu den Dienststellenversammlungen mittragen. FSG-Vertreter Michael Zahradnik sagte, man befürchte weniger Mitbestimmung und Lohn, zumindest langfristig. Er forderte "eine ganze Menge Sicherheiten und Garantien für meine Leute".

Auf Widerstand in der eigenen Fraktion stieß Zahradnik damit bei seinem FSG-Kollegen, Herbert Modritzky. "Das ist ein besonderes Problem, und mit unseren Kollegen müssen wir ernsthafte Gespräche führen." In der Sozialdemokratie gebe es seit langem den Beschluss, sich für eine gemeinsame Schule einzusetzen. Man müsse den Modellregionen eine Chance geben.

(apa/red)

5.10.2007 13:44