Freitag, 5. Oktober 2007

USA nehmen wieder Spielzeug vom Markt:
Chinesisches Spielzeug enthält zu viel Blei

  • Insgesamt sind mehr als 635.000 Produkte betroffen
  • Auch 82.000 Babyrasseln aus den Regalen entfernt

In den USA sind erneut Spielwaren aus China vom Markt genommen worden. Insgesamt seien mehr als 635.000 Produkte betroffen, teilte die US-Behörde für Verbrauchersicherheit in Washington mit. Davon wiesen den Angaben zufolge über 555.000 Produkte einen um ein Vielfaches überhöhten Bleigehalt auf.

Außerdem seien unter anderem 82.000 Babyrasseln aus den Regalen der Target-Kette zurückgerufen worden, weil sie auseinanderbrechen könnten und Kleinkinder an den Perlen im Rasselkopf ersticken könnten. Auch Produkte der Großhändler Toys "R" Us, von KB Toys und von Dollar General Merchandising sowie anderer US-Händler sind demnach betroffen.

Blei in höherer Konzentration ist giftig und kann bei Kindern zu Entwicklungsstörungen und Verhaltensstörungen führen. Ende September waren 350.000 mit bleihaltiger Farbe bemalte Gartenspielzeuge und Gartensessel aus China vom US-Markt genommen worden.

China stand in den vergangenen Monaten im Zentrum mehrerer Skandale um die Warensicherheit. Hunderttausende Spielzeuge wurden wegen erhöhter Bleiwerte zurückgerufen. Exportskandale gab es in jüngster Zeit zudem bei chinesischer Zahnpasta, Tierfutter, Reifen und Meeresfrüchten sowie mit tödlichen Chemikalien, die in Hustenmittel gelangt waren.

(apa/red)

5.10.2007 09:57