MOL sichert sich Kredit für Abwehr der OMV:
2,1 Milliarden-Euro-Fazilität unterschrieben
- Kredit erlaubt, fremde Unternehmen zuzukaufen
·OMV-Spitze spricht mit MOL-Aktionären
London: Wenden sich an wichtigste Stakeholder
·OMV bietet MOL-
Aktionären 11 Mrd.
Deal wackelt: Zuerst muss Ungarn einlenken
Der ungarische Energiekonzern MOL hat sich endgültig einen 2,1 Mrd. Euro schweren Kreditrahmen gesichert, der es der MOL u.a. erlauben wird, Unternehmen zuzukaufen und eigene Aktien zu erwerben. Als Zweck der Fazilität gibt das ungarische Unternehmen "allgemeine Unternehmenszwecke" inklusive Akquisitionen an, berichtet die Nachrichtenagentur MTI. Laut früheren Berichten soll das Geld auch für Aktienrückkäufe verwendet werden können.
Die vereinbarte Summe übersteigt das ursprüngliche Mandat um 100 Mio. Euro. Das Banken-Syndikat führen Societe Generale und die KBC Bank Dublin Branch, ferner nehmen u.a. die Bank Austria Creditanstalt (UniCredit) und die die französische BNP Paribas teil. Die gesamte Liste der teilnehmenden Banken soll nachdem Ende der Syndizierung Mitte Oktober veröffentlicht werden.
Bald Vetorecht für Auslandsverkäufe?
Der 2,1-Milliarden-Kreditrahmen läuft über drei Jahre und wird zu 27,5 Basispunkten über dem Libor verzinst. Die MOL hatte zum Halbjahr Nettoschulden von nur 35,3 Mrd. Forint Nettoschulden (rund 140 Mio.Euro). Das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) belief sich sich auf nur 3,3 Prozent. Wie berichtet, will das ungarische Parlament nächste Woche ein Gesetz beschließen, mit dem der Staat bei "strategischen Unternehmen" ein Vetorecht für Verkäufe ins Ausland bekommen soll. (APA/red)

