Dienstag, 2. Oktober 2007

Neue Lehrlingsförderung ist beschlossen:
Sozialpartner einigen sich auf eine Reform

  • Gusenbauer lobt Paket als "erneut sehr gute Arbeit"
  • Übergangsfristen zur Arbeitsmarkt-Öffnung bleiben

Auf eine Reform der Lehrlingsförderung zur Deckung des künftigen Facharbeiterbedarfs haben sich die Sozialpartner geeinigt. Die entsprechenden Vorschläge wurden von den vier Präsidenten Hundstorfer (ÖGB), Leitl (WKÖ), Tumpel (AK) und Wlodkowski (Landwirtschaft), Bundeskanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer überreicht.

Die neue Lehrlingsförderung soll vor allem auf Qualitäts- und Bedarfskriterien abgestellt sein. Diese gliedert sich in eine Basisförderung und in zusätzliche qualitätsbezogene Förderungen. Konkret soll es auch weiterhin eine Basisförderung pro Lehrling für Lehrbetriebe geben. Anstatt der gleichbleibenden 1.000 Euro pro Lehrling und Kalenderjahr soll die neue Basisförderung pro Lehrjahr gezahlt werden und sich in der Höhe an der kollektivvertraglichen Lehrlingsentschädigung orientieren. Zusätzliche Förderung gibt es für Betriebe, die eine besonders qualitative Lehrlingsausbildung anbieten.

Bundeskanzler Gusenbauer lobte das Sozialpartnerpaket als "erneut sehr gute Arbeit". Er und Vizekanzler Molterer sicherten den Sozialpartnern zu, dass sich die Regierung um die Umsetzung bemühen werde.

Einig sind sich die Sozialpartner auch darüber, dass die Übergangsfristen bis zur vollständigen Öffnung der Grenzen im Jahr 2011 so weit wie möglich aufrechterhalten werden sollen. Wo aber ein Fachkräftebedarf besteht, soll die Ausländerbeschäftigung aus den neuen EU-Ländern erleichtert werden. Kontroll- und Sanktionsmechanismen sollen Lohn- und Sozialdumping verhindern.

(apa/red)

2.10.2007 14:11