Die New York Rangers rüsten zum Angriff:
Starensemble soll den Stanley-Cup holen
- Rangers setzen auf beeindruckende Offensivpower
- Thomas Pöck einer von acht Verteidigern im Kader
Der glamouröseste Eishockey-Club der Welt will endlich wieder auch sportlich im Rampenlicht stehen. Zehn Jahre lang haben die New York Rangers in der NHL keine Playoff-Runde überstanden, ehe sie in der Vorsaison bis ins Conference-Halbfinale (2:4 gegen die Buffalo Sabres) vorstießen. Im Sommer hat der Club vom Broadway tief in die Tasche gegriffen, um den Fans nun die ultimative Eishockey-Show zu bieten: Erstmals seit 1994 und zum insgesamt fünften Mal soll das Starensemble den Stanley Cup in den Madison Square Garden holen.
Ob Cheftrainer Tom Renney zum Saisonauftakt gegen die Florida Panthers auch auf Thomas Pöck setzt, ließ er bis zuletzt offen. Der Kärntner ist allerdings einer von acht Verteidigern im NHL-Kader, nachdem der von den Carolina Hurricanes verpflichtete Andrew Hutchinson ins Farmteam nach Hartford geschickt wurde.
Pöck selbst war seine Situation betreffend ebenfalls im Unklaren, die Erwartungen an das Team dagegen sind klar. "Wir waren im Vorjahr eine der Mannschaften, die die Chance auf den Stanley Cup hatte. Daran hat sich nichts geändert. Wir haben zwei Superstar-Stürmer zu den Superstars geholt, die wir schon hatten. Wir wissen, dass wir den Stanley Cup gewinnen müssen", meinte Pöck.
General Manager Glen Sather hat dafür vor allem den Angriff aufgerüstet. Die Center Scott Gomez und Chris Drury ließ er sich 86,75 Millionen Dollar kosten, mit den immer noch herausragenden Altstars wie Jaromir Jagr und Brendan Shanahan, einem Martin Straka oder Sean Avery, ergibt das eine beeindruckende Offensivpower. Zudem konnte Jagr im Unterschied zu den vergangenen zwei Jahren die Vorbereitung ohne Probleme absolvieren. In der Defensive wurde Karel Rachunek durch Hutchinson ersetzt, dazu kommt der aufstrebende Marc Staal als Konkurrent für Pöck.
"Es lastet ein großer Druck auf Jedem"
Jagr gab sich optimistisch, aber auch warnend. "Wir sind näher dran am Cup als in den zwei Jahren davor. Die Namen bringen dich aber nirgends hin, wenn die Spieler nicht das machen, was sie machen sollen. Es lastet ein großer Druck auf jedem in dieser Organisation", erklärte Jagr in der "New York Post". Gomez, der vom Lokalrivalen New Jersey Devils zu den "Blueshirts" gewechselt ist und mit Jagr und Straka die erste Linie bildet, sieht die Sache genauso: "Alles andere als der Stanley Cup heuer und wir haben nicht unseren Job gemacht."
Bleibt nur die Frage, ob die Ansammlung von Starspielern auch den nötigen Mannschaftsgeist hervorbringt. "Bei den Rangers ist es schwer zu sagen. Sie haben sich sehr verstärkt, man wird sehen, welchen Charakter sie haben", meinte Österreichs Star Thomas Vanek, der die New Yorker im Vorjahr mit Buffalo eliminiert hatte.
(apa/red)

