Thomas Vanek hofft auf 50 Saisontore:
Aber der Stanley Cup bleibt das große Ziel
- Vanek heuer der "go-to-guy" bei den Buffalo Sabres
- Jung-Vater erwartet die Top-Leute als direkte Gegner

·NHL-Star Vanek: "Ich will den Stanley-Cup"
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Thomas Vanek macht einen entspannten Eindruck. Vor dem heutigen Start der Buffalo Sabres in die NHL-Saison mit dem Heimspiel gegen die New York Islanders ist von Aufregung nichts zu merken. Obwohl dem österreichischen Eishockey-Star nach der Unterzeichnung eines Mega-Vertrages, der ihn in dieser Saison zum bestverdienenden Spieler der Welt macht, eine enorme Herausforderung bevorsteht. "Ich spüre keinen Druck, ich habe selbst genug Erwartungen. Das hat mit Geld nichts zu tun", erklärte Vanek.
Locker wie selten zuvor plaudert der 23-Jährige in den Katakomben der HSBC-Arena von Buffalo. Der 50-Millionen-Dollar-Vertrag, den er Anfang Juli erhalten hat, scheint ihm weniger Druck zu machen als ihn vielmehr reifer gemacht zu haben. Dazu hat wohl auch die Geburt seines ersten Kindes, Blake Thomas, beigetragen.
"In den ersten Wochen war ich einfach glücklich. Ich habe nicht viel geschlafen. Auch jetzt will ich eigentlich gar nicht schlafen, wenn ich müde bin. Ich liebe das Eishockey und gebe mein Bestes, aber wenn du nach Hause kommst, liegt er da. Es ist unglaublich", erklärte Vanek, der sich eine neues Auto und ein größeres Haus gekauft hat. Denn Besuch wird nun auch des kleinen Blake wegen öfter nach Buffalo kommen.
Privat will er den nächsten Schritt durch die Hochzeit mit Ashley im nächsten Jahr machen, sportlich wird er von ihm schon heuer erwartet. Ein solcher Mega-Vertrag verpflichtet. Zudem wurden mit Daniel Briere und Chris Drury nicht nur zwei der Top-Stürmer mit zusammen 69 Toren und 95 Assists abgegeben, sondern auch die beiden Co-Kapitäne und Führungspersönlichkeiten.
Vanek nun der "go-to-guy"
Die Rolle von Vanek, der mit 43 Treffern fünftbester Torschütze der Liga war, ist nun, was die Amerikaner "go-to-guy" nennen. Jemand, von dem man Verantwortung erwartet und der in schwierigen Situationen den Weg weisen soll. Mehr Eiszeit und mehr Powerplay wird es für den Steirer geben, aber gemeinsam mit seinen Sturmpartnern Derek Roy und Maxim Afinogenow, der gegenüber dem in der Vorbereitung an der Seite von Vanek stürmenden Drew Stafford den Vorzug in der ersten Linie erhalten hat, auch gesteigerte Aufmerksamkeit der gegnerischen Mannschaften.
"Sie werden gegen uns sicher härter spielen, mit der Checking-Linie und den zwei besten Verteidigern", weiß er, was auf ihn zukommt. "Aber ich will gegen die Besten spielen", sagte Vanek und stellte, ganz Führungsspieler, die Teamziele über seine persönlichen: "Natürlich will ich mehr Tore machen als in der Vorsaison, aber das Ziel ist der Stanley Cup. Die magische Nummer ist 50. Es wäre super, wenn ich das schaffe. Aber wenn ich nur 20 Tore mache und wir gewinnen den Stanley Cup, wäre es auch super."
Verträge in der Kabine kein Thema
In der Kabine sind jedenfalls Verträge und Gehälter kein Thema. Auch nicht die Frage, wer nun die Rolle des Leitwolfs übernehmen wird. "Auch wenn du nicht das C (als Kapitän) oder das A (für den Assistenz-Kapitän) trägst, kannst du ein Leader sein. Jeder muss Verantwortung übernehmen. Ich habe in den ersten zwei Jahren viel gelernt, auf und abseits des Eises. Das versucht man mitzunehmen", meinte Vanek und ist überzeugt: "Die Stimmung ist ganz gleich. Wir glauben noch immer alle, dass wir den Stanley Cup gewinnen können."
(apa/red)
