Pistolenhülsen an die Mailänder Klubbosse:
Moratti und Berlusconi im Clinch mit Ultras
- Ultras wegen Spielereinkäufen der Clubs erzürnt
- Milan-Geschäftsführer Galliani erhält Polizeischutz
Zwei anonyme Briefe mit Pistolenhülsen und Drohungen sind an den Sitz von AC Milan und Inter Mailand geschickt worden. Die Briefe enthielten schwere Drohungen gegen Inter-Chef Massimo Moratti und Clubtrainer Roberto Mancini. Drohungen erhielten auch der Präsident von AC Milan, Silvio Berlusconi, und der Geschäftsführer der Clubs, Adriano Galliani. Das berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Die Clubchefs wurden vor allem wegen ihrer Spielereinkäufe angegriffen.
Milans-Chef Galliani war kürzlich unter Polizeischutz gestellt worden, nachdem Drohungen aus Kreisen der "Ultras" eingegangen waren. Der 63-Jährige wird Tag und Nacht bewacht. Die Beziehungen zwischen dem Mailänder Club und den "Ultras" sind gespannt. Die Mailänder Polizei hatte im Mai sieben AC-Milan-"Ultras" festgenommen, die die Club-Führung erpresst haben sollen. Gegen weitere drei "Ultras" wurden Ermittlungen eingeleitet. Laut den Ermittlern sollen die Chefs der Fangruppen Geld verlangt haben, um dem Club Krawalle zu ersparen, die zu Sanktionen des italienischen Verbandes bzw. der UEFA geführt hätten.
(apa/red)
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