Staatsanwalt zu den Spionageermittlungen:
Weitere Personen könnten involviert sein
- Wer hat mit Pulver die Ferrari-Boliden sabotiert?
- Vorwurf von McLaren-Mercedes wird zurückgewiesen

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Weitere Personen könnten in den Sog der Formel-1-Spionageaffäre geraten. Dieser Ansicht ist der Staatsanwalt von Modena, Giuseppe Tibis, der die Ermittlungen führt. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft verlaufe auf zwei verschiedenen Bahnen.
"Wir ermitteln um das Pulver, das in die Ferrari-Autos geschüttet wurde. Hinzu ermitteln wir wegen mutmaßlicher industrieller Spionage. Die Ermittlungen laufen noch, mehreren Personen haben wir schon darüber informiert, andere könnten noch in den Sog der Untersuchung geraten", sagte Tibis im Interview mit dem italienische Autosport-Magazin "Autospring".
Bekanntlich wird dem ehemaligen Ferrari-Mechaniker Nigel Stepney vorgeworfen, mit dem Pulver die Ferraris sabotiert zu haben. Die Verantwortung sei immer individuell, betonte Tibis. "Man ermittelt über bestimmte Personen, nicht über eine Organisation."
Tibis wies zudem den Vorwurf des McLaren-Teams zurück, dass man dem Rennstall mit den Ermittlungen schaden wolle. "Ich vestehe, dass es nicht schön ist, im Visier von Ermittlungen zu sein. Wir haben die Namen der Verdächtigen nach Ende der Qualifikationen für den GP in Monza bekannt gegeben, um die Auswirkungen aufs Minimum zu reduzieren", sagte Tibis. (apa/red)
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