Respektvolle Bezeichnung gewählt: Burmas Fernsehen zeigte erstmals Bilder Suu Kyis
- Aber: Gewalt, Terror und Razzien im ganzen Land

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Das burmesische Staatsfernsehen hat erstmals seit Jahren Bilder der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ausgestrahlt. Es zeigte das Treffen der Friedensnobelpreisträgerin mit dem Sondergesandten der Vereinten Nationen, Ibrahim Gambari, vor wenigen Tagen. Im Bericht wurde erwähnt, dass Gambari zweimal mit Suu Kyi zusammentraf sowie Gespräche mit dem Chef der Militärjunta, General Than Shwe, führte.
Über die Inhalte der Unterredungen wurde in dem Fernsehbeitrag nichts gesagt. Für Suu Kyi wurde eine respektvolle Bezeichnung gewählt; in der Vergangenheit war lediglich ihr Name verwendet worden.
Die 62-jährige Kämpferin für Demokratie stand die meiste Zeit der vergangenen 18 Jahre unter Hausarrest. Ihr Bild tauchte in den staatlich kontrollierten Medien zuletzt 2003 auf.
Ein Regierungsvertreter sagte in den Abendnachrichten im Fernsehen, Sicherheitskräfte hätten in der vergangenen Woche Razzien in 18 buddhistischen Klöstern vorgenommen und mehr als 700 Mönche festgenommen. Derzeit befänden sich aber nur noch 109 Mönche in Haft. Gegen sie sowie neun weitere Männer werde ermittelt. Zuvor hatte das Staatsfernsehen berichtet, seit dem 25. September seien 2093 Menschen festgenommen worden, von denen 692 wieder auf freiem Fuß seien.
(apa/red)
