Rund 50 Verletzte bei Chlorgasunfall: Blausäure mit Chlorbleichgas vermischt
- Frankreich: Vofall "aber noch glimpflich ausgegangen"
- Für Nachbarn der Fabrik hat keine Gefahr bestanden
Bei einem Chlorgasunfall auf einem Firmengelände in Frankfurt/Main in Deutschland sind nach Feuerwehrangaben rund 50 Personen verletzt worden. Ein Arbeiter kam mit schweren Verätzungen ins Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich am Vormittag bei einem Chemikaliengroßhandel im Stadtteil Fechenheim.
Aus einem Tanklastwagen sei frisch angelieferte Blausäure versehentlich in einen Behälter mit Chlorbleichgas gefüllt worden. Dabei sei das ätzende Chlorgas entstanden und in die Luft entwichen. "Der Unfall ist aber noch glimpflich ausgegangen und war auf das Betriebsgelände begrenzt. Die meisten Beschäftigten haben nur leichte Reizungen der Augen und im Hals erlitten", sagte ein Feuerwehrsprecher. Gut ein Dutzend Beschäftigte sei aber vorsichtshalber zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden.
Der Gasaustritt sei aber relativ rasch wieder gestoppt worden, sagte der Sprecher. Für die Nachbarn habe keine Gefahr bestanden, da es gerade sehr windstill gewesen sei. Sie wurden dennoch aufgefordert, für rund zwei Stunden vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten und ihre Häuser nicht zu verlassen. Das Gelände wurde in dieser Zeit weiträumig abgesperrt.
(apa/red)
