Britischer Premierminister Brown im Irak: 1.000 Soldaten werden jetzt abgezogen
- 'Hoffentlich sind sie bis Weihnachten wieder zu Hause'
- Neuer Premier besucht erstmals irakische Hauptstadt
Der britische Premierminister Gordon Brown hat erstmals die irakische Hauptstadt Bagdad besucht, um über die Rahmenbedingungen einer Truppenreduzierung in der südlichen Provinz Basra zu beraten. Während seines Aufenthalts will Brown Politiker der verschiedenen Bevölkerungs- und Religionsgruppen treffen. Bis Jahresende will Großbritannien 1.000 seiner 5.500 Soldaten aus dem Irak abziehen.
Durch den Truppenabzug würden letztlich 1.000 Soldaten entlastet, "und hoffentlich sind sie bis Weihnachten wieder zu Hause", sagte der britische Premierminister Gordon Brown. Innerhalb der nächsten zwei Monate solle die Kontrolle über die irakische Provinz Basra, in der die Briten eingesetzt sind, vollständig vom Irak übernommen werden, erklärte Brown nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA.
Basra ist die einzige Region im Süden des Landes, die noch unter der Kontrolle der Koalitionstruppen steht. Großbritannien solle sich nach dem Willen Browns stärker auf die wirtschaftliche Entwicklung im Irak konzentrieren. Außerdem werde er Al-Maliki zu Fortschritten bei der politischen Annäherung der Gruppen befragen. Die Gespräche würden auch zur Vorbereitung einer Rede von Brown dienen, die der Premier im britischen Parlament halten wollte.
Zu den Gesprächspartnern gehören der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki, mit dem er direkt nach seiner Ankunft zusammentraf, der sunnitische Vize-Präsident Tarek al-Hashemi und der kurdische Vize-Regierungschef Barham Zalih (Salih).
(apa/red)

