Erneut Massenfestnahmen in Burma: Die Junta setzt ihre Einschüchterungstaktik fort
- Keine genauen Angaben über Zahl der Inhaftierten

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Nach der Abreise des UN-Sondergesandten Gambari hat das burmesische Militärregime seine Einschüchterungstaktik gegen die Bevölkerung fortgesetzt. Weitere Menschen seien festgenommen und abtransportiert worden, so Augenzeugen. Die Behörden machten keine Angaben darüber, wie viele Demonstranten mittlerweile in Haft sind. Die UNO schätzt, dass über 1.000 Menschen inhaftiert wurden.
Bei den Festnahmen ging die Polizei offenbar rigoros vor. In einem Haus nahe der goldenen Shwedagon-Pagode, dem Ausgangspunkt der Massenproteste gegen die Diktatur, blieb nur ein 13 -jähriges Mädchen zurück. Ihre Eltern seien in der Dunkelheit verschwunden, sagte das Kind.
Junta weist Kritik zurück
Die Kritik des UNO-Menschenrechtsrates in Genf an ihrem Vorgehen wies die Militärjunta inzwischen als "unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten" des Landes zurück. Die von der EU beantragte Resolution des Rates war zuvor auf Verlangen Chinas und Indiens wesentlich entschärft worden.
Der stellvertretende UNO-Generalsekretär Gambari sollte im Auftrag des Weltsicherheitsrats die burmesische Führung zur Aufnahme eines Dialogs mit der unterdrückten Demokratiebewegung auffordern. Der Nigerianer war am Dienstag nach einem viertägigen Besuch abgereist, nachdem er Gespräche mit Juntachef Generalissimus Than Shwe und der seit Jahren unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi geführt hatte.
(apa/red)
